COVID19 Coronaviren Pandemie

Coronaviren-Epidemie und das Gesundheitssystem in Deutschland

Coronaviren-Epidemie: Statistik

Zu Beginn eine Reihe unbequemer Zahlen, die aber helfen, die tägliche Berichterstattung zu Coronaviren einzuordnen. 2017 starben in Deutschland täglich etwa 2500 Menschen, die meisten durch Herz- Kreislauferkrankungen. Unter den Todesursachen folgen Krebs und, an dritter Stelle, Krankheiten des Atmungssystems. 750.000 Menschen erkranken jährlich an Lungenentzündung. 291.000 kamen deswegen 2016 ins Krankenhaus, mehr als 30.000 dieser Patienten starben. (Das sind pro Tag 756 betroffene Patienten, von denen 82 sterben.) Die Anzahl der Todesfälle durch Lungenentzündung liegt also etwa zehnmal höher als die Anzahl der Verkehrstoten.

Zum Vergleich: Mitte März haben wir in Deutschland, lt. Robert-Koch-Institut am 19.3.2020, 10.999, Coronavirus-Infektionen und 20 Todesfälle. Schätzungsweise 500 Patienten sind im Krankenhaus. Die Zahl der Menschen, die das Virus überstanden haben, wird aktuell nicht zentral erfasst.

In den kommenden Monaten werden sich gut 50 Millionen Menschen in Deutschland mit Coronaviren infizieren. Wenn sich die Ausbreitung auf 10 Monate verteilt, wären das monatlich 5 Millionen infizierte (nicht erkrankte!) Menschen. Da etwa 10 von 100 Infektionen einen schweren Verlauf nehmen, ergibt das 500.000 zu erwartende Krankenhausbehandlungen wegen der Infektion pro Monat. Würde einer von 100 infizierten Menschen sterben, wären das monatlich 5.000 Todesfälle.

Eine solche Epidemie würde die vorhandenen Kapazitäten des Gesundheitssystems voll beanspruchen und ein echtes Versorgungproblem verursachen. (Das Gesundheitswesen in Deutschland besitzt insgesamt 500.000 Krankenhausbetten und ca. 28.000 Intensivbehandlungsplätze.) Verteilen sich die o. gen. Zahlen statt auf 10 auf 24 Monate, wären die damit verbundenen Belastungen des Gesundheitssystems durchaus zu schaffen.

Virusgrippe

Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts erkrankten seit Herbst über 145.000 Menschen in Deutschland an der Virusgrippe, 247 starben an den Folgen der Erkrankung. Etwa 16 Prozent aller Fälle wurden in Kliniken behandelt.

Die Grippesaison 2017/18 war mit 25.100 Todesfällen durch Influenza die schlimmste seit 30 Jahren: rund neun Millionen Arztbesuche, 5,3 Millionen Krankschreibungen und Pflegefälle. 60.000 Menschen älter als 35 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Danach müssen wir für die laufende Saison 2019/20 mit etwa 3.000 Todesfällen in der Kombination von Influenzaviren und schweren chronischen Erkrankungen rechnen.

Coronaviren-Epidemie: Schlussfolgerungen

  1. Wenn sich die Verbreitung der Coronaviren und eine wachsende Immunisierung großer Bevölkerungskreise auf zwei Jahre verteilen, ist das Geschehen vom Gesundheitswesen zu bewältigen.
  2. Der Höhepunkt der Herausforderung wird vermutlich von Juni bis August 2020 eintreten und danach, ähnlich wie bei der Virus-Grippe, immer wieder einzelne Erkrankungen, aber kein außergewöhnliches Krankheitsgeschehen bedingen.
  3. Die Belastung der Krankenversorgung hängt von dem Zeitpunkt ab, zu dem sich die gegenwärtig täglich steigenden Zahlen stabilisieren und wieder zurückgehen.
  4. Bis zu 80 Todesfälle täglich durch Coronavirus-Lungenentzündung sind tragisch, fallen noch nicht aus dem Rahmen dessen, was sich täglich in Deutschland an Todesfällen ereignet (80 im Vergleich zu 2.600 täglichen Todesfällen in Deutschland).
  5. Die tägliche Katastrophenberichterstattung zu Erkrankungs- und Todesfällen, einschließlich der medialen Selbstinszenierung von Virologen, die unkommentiert Zahlen verlautbaren, sind für die Meisten nicht richtig einzuordnen, realitätsfremd und verursachen Ängste und begünstigen damit irrationale Entscheidungen der Politik und des Einzelnen.
  6. Angst belastet das Immunsystem und verschlechtert die Abwehrlage auch gegenüber dem Corona Virus.
  7. Panik, Angst und Einsamkeit entwickeln sich, insbesondere bei älteren und einsamen Menschen, selbst zu Krankheitsursachen.

 

 

Quellen:

Huber, Ellis: Das Virus, die Menschen und das Leben – Das Corona Virus im Vergleich zur alltäglichen Gesundheitsversorgung Ellis Huber, Internet, gesehen am 18.3.2020

Robert-Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html)

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