COVID-19 Fragen & Antworten

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu internationalen Risikogebieten bzw. besonders betroffenen Gebieten in Deutschland finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen und www.rki.de/covid-19- risikogebiete .

Die Anzahl der Fälle in Deutschland – nach Bundesländern und Landkreisen aufgeschlüsselt – stellt das Robert-Koch-Institut grafisch in einem sogenannten COVID-19-Dashboard dar.  

Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen.

Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Welche Rolle die Schmierinfektion spielt, ist nicht bekannt. Bisher wurden häufig Infektionsketten identifiziert, die am besten durch eine direkte Übertragung, z. B. durch Tröpfchen, erklärbar waren. 

Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben Betroffener gefunden. Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. (Siehe auch die Fragen Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen? und Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen sinnvoll?) 

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage. 

Am häufigsten treten Fieber und Husten auf.

Die Beschwerden sind jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Eine Infektion kann ohne Krankheitszeichen ablaufen, es sind aber auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen und Tod möglich.

Am häufigsten sind milde Krankheitsverläufe.

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird, laut intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus verfügbar sein wird, ist allerdings derzeit noch nicht zu sagen. 

Die aktuelle Einschätzung des Robert Koch-Instituts zur Lage in Deutschland finden Sie unter www.rki.de/covid-19-risikobewertung

 

Es ist offen, wie viele Menschen sich insgesamt in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren werden. Schätzungen gehen von bis zu 70% der Bevölkerung aus, es ist allerdings unklar, über welchen Zeitraum dies geschehen wird.

Die Auswirkungen für Deutschland lassen sich nicht vorhersagen. Nach derzeitigen Erkenntnissen verläuft nur ein kleiner Teil der Erkrankungen schwer (siehe auch Frage „Wer ist besonders gefährdet?“). Dennoch: Wenn sich die Erkrankung ungebremst ausbreitet, könnte dies zu einer erheblichen Belastung des Gesundheitswesens in Deutschland führen. 

Alle können dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem sie folgende Empfehlungen berücksichtigen: 

  • Informieren Sie sich auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen zum neuartigen Coronavirus anbieten. Dies sind beispielsweise die Seiten des Bundesgesundheitsministeriums und der Landesgesundheitsministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Robert-Koch-Instituts. Falls erforderlich, informiert auch das zuständige lokale Gesundheitsamt über die entsprechende Situation. 
  • Befolgen Sie die Vorgaben und Empfehlungen der zuständigen Behörden. 
  • Reduzieren Sie generell Kontakte zu anderen. 
  • Verbreiten Sie keine zweifelhaften Social-Media-Informationen. 
  • Bleiben Sie bei Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege zu Hause. Berührungen wie z. B. Händeschütteln oder Umarmungen. 
  • Praktizieren Sie eine gute Händehygiene und halten Sie sich an die Husten-und Niesregeln. 
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. 
  • Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht. 
  • Halten Sie Abstand (etwa 1 bis 2 Meter) von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden.
  • Vermeiden Sie die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. 
  • Arbeiten Sie, wenn möglich, von zu Hause. 
  • Organisieren oder besuchen Sie keine privaten Veranstaltungen (Geburtstagsfeiern, Spieleabende oder ähnliches).  

Bitte informieren Sie sich auch zu möglichen regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind.

Ein Merkblatt mit Verhaltensempfehlungen finden Sie auf infektionsschutz.de

Optionen für Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in Gebieten, in denen vermehrt Fälle bekannt wurden, finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.

Weitere Informationen, wie sich jeder Einzelne auf eine COVID-19-Pandemie vorbereiten kann, stellt das Science Media Center zur Verfügung.  

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten-und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden.

Generell sollten Menschen, die Atemwegserkrankungen haben, zu Hause bleiben. 

  • Bleiben Sie so oft es geht zu Hause. Schränken Sie insbesondere die persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen zu deren Schutz ein. Nutzen Sie stattdessen vermehrt die Kommunikation per Telefon, E-Mail, Chats, etc. Beachten Sie auch die Besuchsregeln für Krankenhäuser und sonstige Pflegeeinrichtungen.  
  • Lüften Sie alle Aufenthaltsräume regelmäßig und vermeiden Sie Berührungen wie z. B. Händeschütteln oder Umarmungen.  
  • Falls Kontakte im öffentlichen Raum erforderlich sein sollten, achten Sie darauf, Abstand zu anderen zu halten. Dies gilt ganz besonders bei sichtbar kranken Menschen, insbesondere bei Atemwegssymptomen.  
  • Falls Sie krank sind, sollten Sie das Haus möglichst nicht verlassen. Kontaktieren Sie im Bedarfsfall telefonisch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und vereinbaren einen Termin.
  • Wenn eine Person in Ihrem Haushalt erkrankt ist, sorgen Sie nach Möglichkeit für eine räumliche Trennung und genügend Abstand zu den übrigen Haushaltsmitgliedern.
  • Arbeiten Sie – in Abstimmung mit dem Arbeitgeber – wenn möglich von zu Hause aus. Halten Sie Treffen klein und kurz und in einem gut belüfteten Raum ab. Halten Sie einen Abstand von 1 bis 2 Metern zu anderen Menschen und verzichten Sie auf persönliche Berührungen. Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst allein (z. B. im Büro) ein.  
  • Nutzen Sie möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern bevorzugen Sie das Fahrrad, gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie mit dem eigenen Auto.  
  • Verzichten Sie möglichst auf Reisen – auch innerhalb Deutschlands. Viele Grenzen sind geschlossen und der Flugverkehr findet nur eingeschränkt statt.  
  • Meiden Sie auch Menschenansammlungen (z. B. Einkaufszentren etc.).  
  • Besuchen Sie öffentliche Einrichtungen nur, soweit es unbedingt erforderlich ist (z. B. Ämter, Verwaltungen, Behörden).  
  • Vermeiden Sie private Feiern und halten Sie ansonsten die Hygieneregeln konsequent ein.  
  • Kaufen Sie nicht zu Stoßzeiten ein, sondern dann, wenn die Geschäfte oder Apotheken weniger voll sind oder nutzen Sie Abhol- und Lieferservices.  
  • Helfen Sie denen, die Hilfe benötigen! Versorgen Sie ältere, hochbetagte oder chronisch kranke Angehörige oder Nachbarn und alleinstehende und hilfsbedürftige Menschen mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.
  • Halten Sie sich an die Husten-und Niesregeln und waschen Sie sich regelmäßig die Hände (Händehygiene).  
  • Bitte informieren Sie sich auch zu möglichen regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind.  

Ein Merkblatt mit Verhaltensempfehlungen finden Sie auf infektionsschutz.de.  

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:  

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)  
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:  
    • des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung)  
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)  
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen  
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)  
  • Patienten mit einer Krebserkrankung  
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten)  

Weitere Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf finden Sie beim Robert-Koch-Institut.  

Hinweise zur Vorbeugung und zum Umgang mit Erkrankungen in Alten- und Altenpflegeheimen finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Altenpflegeheime.html. Material für Pflegeeinrichtungen zum Coronavirus finden Sie auf infektionsschutz.de.  

 

Bisherigen Daten zufolge sind die Krankheitszeichen bei Kindern deutlich geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen. Es liegen keine Daten vor, welchen Beitrag Kinder und Jugendliche tatsächlich an der Übertragung in der Bevölkerung haben. Aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit des Virus und dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander, erscheint es jedoch plausibel, dass Übertragungen stattfinden.  

Schwangere scheinen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.  

Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist.

Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich.

Bisher gibt es jedoch keine Nachweise des neuartigen Coronavirus in der Muttermilch. Es liegen derzeit aber noch keine ausreichenden Daten vor, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.  

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat Hinweise und FAQ für Schwangere und Säuglinge erarbeitet.  

 

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für maximal 14 Tage zu beobachten, wenn geboten, auch in häuslicher Quarantäne.

Das Robert Koch-Institut gibt Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.  

Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören,

  • zu Hause zu bleiben,
  • Abstand zu anderen Personen zu halten sowie
  • auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und
  • Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit anderen zu teilen, ohne diese Gegenstände zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden.

Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich wie üblich gewaschen werden.

Das Einhalten der Husten-und Niesregeln, die Benutzung von Einwegtaschentüchern beim Naseputzen und regelmäßige Händehygiene sind wichtig, damit die Viren im Falle einer tatsächlichen Ansteckung nicht unnötig in der Umgebung verteilt werden.  

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag zum Bespiel durch Einkäufe unterstützen.

  • Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.
  • Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten.
  • Oberflächen, mit denen die betroffene Person in Berührung kommt, wie beispielsweise Tische oder Türklinken, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.  

 

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall, 

  • wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • wenn man sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem inter- nationalen Risikogebiet bzw. besonders betroffenen Gebieten in Deutschland aufgehalten hat immer,  
  • wenn das Gesundheitsamt dies anordnet. 

Nicht in Quarantäne muss, wer ein geringeres Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall, wenn man 

  • innerhalb der letzten 14 Tage im gleichen Raum mit einer Person mit einer festgestellten COVID-19-Erkrankung war, ohne einen engen Kontakt 
  • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 war 
  • mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet, z. B. im Krankenhaus oder in der Altenpflege, sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren.

Und für alle gilt: Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten, lesen Sie bitte die Frage Sollte bei einer Atemwegserkrankung ärztlicher Rat eingeholt und ein Test veranlasst werden, auch wenn die Krankheitszeichen nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?    

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten Coronavirus-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19 Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.    

Im Fall von Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich jedoch testen lassen (siehe auch Frage „Sollte bei einer Atemwegserkrankung ärztlicher Rat eingeholt und ein Test veranlasst werden, auch wenn die Krankheitszeichen nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“.

 

Ja, wenn:   

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde 
  • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19  Erkrankungen gekommen ist  
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.) 
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege) 

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

 

Eine Laboruntersuchung sollte nur durchgeführt werden, wenn Krankheitszeichen vorliegen, um deren Ursache abzuklären.

Bei einer gesunden Person sagt ein negatives Testergebnis auf das neuartige Coronavirus nichts darüber aus, ob diese Person nicht doch noch krank werden kann.

Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet.  

 

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild.

Im Zentrum der Behandlung stehen derzeit unterstützende Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes.

Eine gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Behandlung steht derzeit nicht zur Verfügung.  

 

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind

  • das Einhalten der Husten-und Niesregeln,
  • eine gute Händehygiene und
  • das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern. 

Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen- Schutz korrekt sitzt. Dieser muss eng anliegend getragen werden und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Während des Tragens sollte er nicht (auch nicht unbewusst) verschoben werden. Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachkraft beraten, ob diese Maßnahme in Ihrem konkreten Fall empfehlenswert ist, welche Maske für Sie geeignet ist und wie man die Maske richtig anlegt bzw. wechselt.

Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.

 

Coronaviren, die Atemwegserkrankungen verursachen können, werden in der Regel über Sekrete der Atemwege übertragen. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, könnte auch auf diese Weise eine Übertragung stattfinden. Deshalb ist eine gute Händehygienewichtiger Teil der Vorbeugung.

Generell gilt: Die Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema sind noch nicht abgeschlossen.

Fragen zu Übertragungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich.

 

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswär- tigen Amt gegeben. Aktuelle Informationen zur Sicherheitssituation in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten des Auswärtigen Amtes im Internet einzusehen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut geben hier keine Empfehlungen und bieten keine reisemedizinische Beratung an.

 

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswär- tigen Amt gegeben. Aktuelle Informationen zur Sicherheitssituation in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten des Auswärtigen Amtes im Internet einzusehen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut geben hier keine Empfehlungen und bieten keine reisemedizinische Beratung an.

 

Weitere (Fach-)Informationen zum neuartigen Coronavirus sind auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts zu finden.

.Aktuelle Einschätzungen zur Sicherheit von Reisenden in betroffene Regionen gibt das Auswärtige Amt.

Darüber hinaus finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Hotlines für Bürger bieten unter anderem das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, sowie einige Bundesländer und Krankenkassen an.

 

Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.

Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel.

Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.

Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!

Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden. 

 

Die Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Daher sollten Sie sich im Alltag regelmäßig die Hände waschen, insbesondere bei folgenden Anlässen:

Immer nach…

dem nach Hause kommen

dem Besuch der Toilette

dem Wechseln von Windeln oder wenn Sie Ihrem Kind nach dem Toilettengang bei der Reinigung geholfen haben

dem Naseputzen, Husten oder Niesen

dem Kontakt mit Abfällen

dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall

 

Immer vor…

den Mahlzeiten

dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika

 

Immer vor und nach…

der Zubereitung von Speisen sowie öfter zwischendurch, besonders wenn Sie rohes Fleisch verarbeitet haben

dem Kontakt mit Kranken

der Behandlung von Wunden

 

Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:

  1. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist. 
  2. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  5. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

 

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