Glücksspielsucht Geld Schulden

Glücksspielsucht – Umgang mit Geld

Geld verleiht dem Glücksspiel seine Faszination. Spiele ohne Geld bieten nur wenig Aufregung. Gleichzeitig verbinden sich mit Geld Träume von Reichtum und Macht sowie einem sorgenfreien Leben. Die Beschaffung der grundlegenden Dinge des Alltags wie Nahrung, Kleidung und Wohnung erfordert Geld. Da einerseits ohne Geld kaum etwas geht und andererseits das Glücksspielen eine sehr kostspielige Angelegenheit ist, ist es notwendig, sich über das eigene Verhältnis zum Geld und den eigenen Umgang mit Geld Klarheit zu verschaffen. Sie ist notwendig um Abstand vom Glücksspielen oder Glücksspielfreiheit zu erlangen. Mitunter ist der Gedanke an Geld unangenehm: „Geld hat mir nur Unglück gebracht.“ „Damit will ich jetzt nichts mehr zu tun haben.“ „Das regelt jetzt alles mein Betreuer.“ Das ist verständlich. Aber versuchen Sie sich einmal vorzustellen, wie Sie Ihr Leben zukünftig gestalten wollen, ohne sich mit Geld zu befassen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass weder extreme Sparsamkeit noch extremes Verschleudern von Geld zur Zufriedenheit führt. Vielmehr ist es die Mitte zwischen beidem, die zu einer gelingenden Lebensführung beiträgt.

Glücksspielsucht – Schulden

Wer verantwortungsvoll mit seiner finanziellen Situation umgehen will, sollte außerdem sofort damit beginnen, bestehende Schulden zurückzuzahlen. Schulden verursachen schlechtes Gewissen. Dann wächst wieder die Unzufriedenheit und damit steigt auch die Gefahr, dass das Verlangen nach Glücksspielen zunimmt. Selbst dann, wenn man nur einen sehr geringen finanziellen Spielraum hat, sollte man auf jeden Fall mit der Rückzahlung der Schulden beginnen.

Glücksspielsucht – Budget

Grundlage eines planvollen Umganges mit Geld ist eine vollständige Aufstellung der Einnahmen und der Ausgaben. Wenn alle Einnahmen und alle Kosten erfasst sind, kann überprüft werden, welche Ausgaben tatsächlich notwendig sind und auf welche unter Umständen auch verzichtet werden kann. Auf jeden Fall muss sichergestellt werden, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen. Wenn sich Einnahmen und Ausgaben genau die Waage halten und kein Geldbetrag mehr übrigbleibt, von dem man sich auch einmal etwas Angenehmes leisten kann, so führt das zu Unzufriedenheit und lässt unter Umständen ebenso das Spielverlangen wieder ansteigen. Gestalten Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben so, dass immer noch ein bestimmter Restbetrag vorhanden ist, auch wenn es nur ein kleiner Betrag ist. Das gilt auch dann, wenn Sie erhebliche Schulden abzutragen haben. Hierzu ein konkreter Vorschlag: Wenn Sie von Ihren Einnahmen die notwendigen Ausgaben einschließlich der Rückzahlung von Schulden abgezogen haben, teilen Sie den Geldbetrag, der dann übrig bleibt, in drei Teile auf.
  1. ein Drittel als Rücklagen für größere Ersatzanschaffungen oder Reparaturen (Waschmaschine, Auto o.Ä.),
  2. ein Drittel für positive Sparziele (Fernseher, Computer, Urlaubsreise o.Ä.).
  3. das letzte Drittel für angenehme Dinge im Alltag (ein Eis essen, eine Kinokarte, o.Ä.).
Die Excel-Mappe Sie dient zur Erstellung einer Haushaltsanalyse als Planungsgrundlage für den weiteren Umgang mit den finanziellen Angelegenheiten und enthält 4 Blätter:
  1. Ein Protokoll der Tagesausgaben
  2. Ein Monatsbudget
  3. Eine Schuldenbilanz
  4. Einen Rückzahlungsrechner
  Quelle: Premper, Volker. Pathologisches Glücksspielen (German Edition) Beltz. Kindle-Version.

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