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Hoffnung und Resilienz nach Kindheitstrauma

Im Jahr 2008 veröffentlichte die American Psychological Association „The Road to Resilience“, um Menschen bei der Bewältigung schwieriger Ereignisse zu helfen, die ihr Leben verändern. Der Tod eines geliebten Menschen, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Krankheit, Terroranschläge und andere traumatische Ereignisse sind sehr herausfordernde Lebenserfahrungen. Viele Menschen reagieren auf solche Umstände mit einer Flut von starken Emotionen und einem Gefühl der Unsicherheit.

Die APA-Broschüre war eine Reaktion auf das Trauma des 11. September und sollte den Lesern helfen, ihren eigenen Weg zur Resilienz zu finden. Die darin enthaltenen Informationen beschreiben die Resilienz und einige Faktoren, die sich darauf auswirken, wie Menschen mit Notlagen umgehen. Ein Großteil der Broschüre konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung einer persönlichen Strategie zur Stärkung der Resilienz. Da die erwähnten 10 Schritte zur individuellen Resilienz auch für das persönliche Wachstum von Überlebenden eines Kindheitstraumas gelten, sollen sie in diesem Beitrag vorgestellt werden.

Doch im Allgemeinen passen sich Menschen im Laufe der Zeit an lebensverändernde Situationen und belastende Situationen an. Was befähigt sie dazu? Es ist ein fortlaufender Prozess, der Zeit und Anstrengung und der eine Reihe von Schritten erfordert.

Was ist Resilienz?

Resilienz ist ein Prozess der Anpassung angesichts von Widrigkeiten, Traumata, Tragödien, Bedrohungen oder erheblichen Stressquellen wie Familien- und Beziehungsproblemen, ernsthaften gesundheitlichen Problemen oder Stressfaktoren am Arbeitsplatz und im finanziellen Bereich. Resilienz bedeutet, sich von schwierigen Erfahrungen erfolgreich zu erholen.

Forschung hat gezeigt, dass Resilienz etwas Gewöhnliches ist, nicht die Ausnahme. Menschen zeigen häufig Resilienz. Ein Beispiel dafür ist die Reaktion vieler Amerikaner auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die Bemühungen der Menschen, ihr Leben wieder aufzubauen.

Resilient zu sein bedeutet nicht, weder Schwierigkeiten noch Kummer zu erleben. Seelischer Schmerz und Traurigkeit sind bei Menschen, die in ihrem Leben große Widrigkeiten oder Traumata erlitten haben, oft zu finden. Tatsächlich ist der Weg zur Resilienz wahrscheinlich mit erheblichen emotionalen Belastungen verbunden.

Resilienz ist keine Eigenschaft, die Menschen entweder haben oder nicht haben. Sie umfasst Verhaltensweisen, Gedanken und Handlungen, die jeder lernen und entwickeln kann.

Resilienzfaktoren

Verschiedene Faktoren tragen zur Resilienz bei. Viele Studien zeigen, dass der wichtigste Faktor für Resilienz fürsorgliche und unterstützende Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie sind. Beziehungen, die Liebe und Vertrauen schaffen, sind Vorbilder und bieten Ermutigung und Trost, um die Widerstandsfähigkeit einer Person zu stärken. Weitere Faktoren werden mit Resilienz in Verbindung gebracht, darunter:

  • Die Fähigkeit zur realistischen Planung und die Auswahl von Maßnahmen zu deren Verwirklichung.
  • Eine positive Einstellung zu sich selbst und Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten.
  • Kommunikations- und Problemlösungsfähigkeit.
  • Die Fähigkeit, mit starken Gefühlen und Impulsen umzugehen.

All dies sind Fähigkeiten, die jeder in sich selbst entwickeln kann.

Strategien zum Aufbau von Resilienz

Die Entwicklung von Resilienz ist ein persönlicher Weg. Nicht alle Menschen reagieren gleich auf traumatische und stressige Lebensereignisse. Ein Ansatz zum Aufbau von Resilienz, der bei dem Einen funktioniert, funktioniert vielleicht nicht bei jemand anderem. Alle nutzen unterschiedliche Strategien. Einige Wege sind an kulturelle Unterschiede gebunden. Unsere Kultur kann sich darauf auswirken, wie wir Gefühle kommunizieren und mit Widrigkeiten umgehen – zum Beispiel, ob und wie wir mit bedeutsamen Anderen verbunden sind, einschließlich Mitglieder der erweiterten Familie und Gemeinschaftsressourcen. Zunehmender kulturelle Vielfalt eröffnet einen breiteren Zugang zu zahlreichen und unterschiedlichen Ansätzen zur Stärkung der Resilienz.

Prüfen Sie gern die hier vorgestellten Möglichkeiten für Ihre persönliche Strategie zum Aufbau von Resilienz.

10 Wege zum Aufbau von Resilienz

  1. Knüpfen Sie Verbindungen. Gute Beziehungen zu engen Familienmitgliedern, Freunden oder anderen Personen sind wichtig. Die Annahme von Hilfe und Unterstützung von Menschen, die sich um Sie sorgen und Ihnen zuhören, stärkt die Widerstandsfähigkeit. Manche Menschen stellen fest, dass sie durch ihr Engagement in Bürgerinitiativen, religiösen Organisationen oder anderen lokalen Gruppen soziale Unterstützung erhalten und wieder Hoffnung schöpfen können. Anderen in ihrer Not zu helfen, kann auch für den Helfenden von Vorteil sein.
  2. Versuchen Sie, Krisen nicht als unüberwindbare Probleme zu sehen. Sie können die Tatsache nicht ändern, dass hochgradig belastende Ereignisse eintreten, aber Sie entscheiden, wie Sie diese Ereignisse interpretieren und darauf reagieren. Versuchen Sie, über die Gegenwart hinauszusehen, wie die Umstände in der Zukunft ein wenig besser sein könnten. Achten Sie auf vielleicht verborgene Möglichkeiten, wie Sie im Umgang mit Schwierigkeiten besser fühlen könnten.
  3. Akzeptieren Sie Veränderungen als ein Teil des Lebens. Es kann sein, dass bestimmte Ziele aufgrund widriger Umstände nicht mehr erreicht werden können. Die Akzeptanz von Umständen, die nicht geändert werden können, kann uns helfen, uns auf Umstände zu konzentrieren, die wir ändern können.
  4. Gehen Sie auf Ihre Ziele zu. Setzen Sie sich realistische Ziele. Tun Sie regelmäßig etwas, das Sie Ihren Zielen näher bringt, auch wenn es nur eine kleine Leistung zu sein scheint. Anstatt sich auf unerreichbare Aufgaben zu konzentrieren, fragen Sie sich: „Was kann ich heute erreichen, das mir hilft, in die Richtung zu gehen, in die ich will?
  5. Handeln Sie entschlossen. Handeln Sie in ungünstigen Situationen so aktiv wie möglich. Ergreifen Sie ausgewählte Maßnahmen, anstatt sich von Problemen und Belastungen abzukapseln und zu wünschen, sie würden einfach verschwinden.
  6. Suchen Sie nach Gelegenheiten, sich selbst zu entdecken. Wir lernen oft etwas über uns selbst und stellen vielleicht fest, dass wir durch unseren Kampf mit dem Verlust in irgendeiner Hinsicht gewachsen sind. Viele Menschen, die Tragödien und Entbehrungen erlebt haben, berichten von besseren Beziehungen, einem Gefühl der Stärke, auch wenn sie sich verletzlich fühlen, einem höheren Selbstwertgefühl, einer stärker entwickelten Spiritualität und einer höheren Wertschätzung des Lebens.
  7. Erhalten Sie sich eine positive Einstellung zu sich selbst. Der Aufbau von Vertrauen in unsere Fähigkeit, Probleme zu lösen, und unser Vertrauen in unsere Instinkte tragen zur Stärkung der Resilienz bei.
  8. Halten Sie die Dinge im Blick. Selbst wenn wir mit erschütternden Ereignissen konfrontiert werden, sollten wir die stressige Situation in einem größeren Zusammenhang betrachten und eine langfristige Perspektive einnehmen. Vermeiden Sie es, ein Ereignis überzubewerten.
  9. Gegen Sie Ihre Hoffnung nicht auf. Mit einer optimistischen Einstellung können wir Gutes erwarten. Versuchen Sie sich vorzustellen, was Sie sich wünschen, anstatt sich über das zu sorgen, was Sie fürchten.
  10. Sorgen Sie für sich selbst. Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Beschäftigen Sie sich mit Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen und die Sie entspannen. Treiben Sie regelmäßig Sport. Wenn wir uns um uns selbst kümmern, bleiben unser Geist und unser Körper bereit, mit Situationen umzugehen, die Widerstandsfähigkeit erfordern.

Auch andere Möglichkeiten zur Stärkung der Resilienz können hilfreich sein. Manche Menschen schreiben zum Beispiel über ihre tiefsten Gedanken und Gefühle im Zusammenhang mit einem Trauma oder anderen belastenden Ereignissen in ihrem Leben. Meditation und spirituelle Praktiken helfen manchen Menschen, Verbindungen aufzubauen und wieder Hoffnung zu schöpfen.

Entscheiden ist es, Wege zu finden, die für Sie als Teil Ihrer persönlichen Strategie zur Stärkung Ihrer Resilienz wahrscheinlich gut funktionieren.

Von unserer Vergangenheit lernen

Wenn wir uns auf Erfahrungen und Quellen persönlicher Stärke konzentrieren, können wir herausfinden, welche Strategien zum Aufbau von Resilienz für uns geeignet sind. Indem Sie die Antworten auf die folgenden Fragen über sich selbst und Ihre Reaktionen auf herausfordernde Lebensereignisse erforschen, können Sie herausfinden, wie Sie selbst effektiv auf schwierige Situationen reagieren können. Bedenken Sie Folgendes:

  • Welche Arten von Ereignissen waren für mich am stressigsten?
  • Wie haben sich diese Ereignisse typischerweise auf mich ausgewirkt?
  • Habe ich es als hilfreich empfunden, an wichtige Menschen in meinem Leben zu denken, wenn ich in Not bin?
  • An wen habe ich mich gewandt, um Unterstützung bei der Verarbeitung eines traumatischen oder belastenden Erlebnisses zu erhalten?
  • Was habe ich in schwierigen Zeiten über mich selbst und meine Interaktionen mit anderen gelernt?
  • War es für mich hilfreich, jemandem zu helfen, der eine ähnliche Erfahrung gemacht hat?
  • Konnte ich Hindernisse überwinden, und wenn ja, wie?
  • Was mir geholfen, dass ich hoffnungsvoller in die Zukunft blicken kann?

Flexibel bleiben

Starke Emotionen zulassen, aber auch erkennen, wann wir sie vermeiden müssen, um uns zu schützen.

Anpacken und handeln, um Probleme zu lösen und den Anforderungen des täglichen Lebens gerecht zu werden, um dann zurückzutreten, um sich auszuruhen und neue Energie zu tanken.

Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen, um Unterstützung und Ermutigung zu erhalten und für sich selbst zu sorgen.

Sich auf andere verlassen und sich auch auf sich selbst verlassen.

Resilienz bedeutet, Flexibilität und Ausgeglichenheit in unserem Leben zu bewahren, wenn wir mit stressigen Umständen und traumatischen Ereignissen zu tun haben. Dies geschieht auf verschiedene Weise, unter anderem:

Suchen Sie Hilfe auf Ihrem Weg

Um die wichtigsten Punkte zusammenzufassen, können Sie sich Resilienz wie eine Floßfahrt auf einem Fluss vorstellen.

Auf einem Fluss kann es Stromschnellen, Kurven, langsames Wasser und Untiefen geben. Wie im Leben wirken sich die Veränderungen, die wir erleben, unterschiedlich auf jeden von uns aus.

Auf einer Flussfahrt ist es hilfreich, ihn zu kennen und Erfahrung im Umgang mit Flüssen zu haben. Unsere Reise sollte von einem Plan geleitet werden, einer Strategie, von der wir glauben, dass sie für uns gut funktionieren wird.

Ausdauer und Vertrauen in die eigene Fähigkeit, sich um Felsbrocken und andere Hindernisse herumzuarbeiten, sind wichtig. Wir können Mut und Einsicht gewinnen, wenn wir erfolgreich durch Wildwasser navigieren. Vertrauenswürdige Begleiter, die uns auf unserer Reise begleiten, können besonders hilfreich sein, um Stromschnellen, Strömungen und andere schwierige Flussabschnitte zu bewältigen.

Wir können aussteigen und uns am Ufer ausruhen. Aber um das Ende unserer Reise zu erreichen, müssen wir wieder auf das Floß steigen und weiterfahren.

Quelle:

https://uncw.edu/studentaffairs/committees/pdc/documents/the%20road%20to%20resilience.pdf

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