Unbewusstes Labyrinth Kopf

Unbewusstes – Definition

Das Unbewusste umfasst sämtliche
  • Handlungen
    
    
  • Haltungen
  • emotionale / kognitive Bewertungsmuster,
deren steuernde Motive nicht bewusst zugänglich sind.

Es wird gesteuert vom sogenannten Primärvorgang und dem Lust-Unlust-Prinzip.

Das Unbewusste ist ein zentraler Begriff der Psychoanalyse. Es beschreibt Prozesse, die Denken und Fühlen des Menschen entscheidend beeinflussen. Die Erkenntnis dieser Vorgänge unterstützen psychisch gesunde Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ist auch eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen einer psychodynamischen Psychotherapie.

Im Vergleich zu Freuds Theorie hat sich die Auffassung der Psychoanalyse vom Unbewussten weiter entwickelt. Werner Bohleber, Psychoanalytiker in Frankfurt und Herausgeber der „PSYCHE – Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen“ unterscheidet

  1. das dynamische Unbewusste (üblicherweise mit dem Verdrängten gleichgesetzt: unbewusste Fantasien, Abwehrprozesse und Überzeugungen),
  2. das nicht-verdrängte Unbewusste (z.B. Erfahrungen aus der frühen Kindheit im nicht-deklarativen Gedächtnis und daraus abgeleitete innere Arbeitsmodelle von Bindung und Erwartungen),
  3. das kreative Unbewusste (z. B. Träume als eine „besondere Form des unbewussten Denkens, das auf der Suche nach Problemlösungen ist, der Verarbeitung von Konflikten dient, neue Ideen schafft und seelisches Wachstum fördert.“)
  4. Dazu kommt noch das traumatisch-dissoziierte Unbewusste (bei dem abgespaltene, traumatische Erfahrungen bei entsprechenden Triggern wieder aktiviert werden können).

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