Achtsamkeit, Buddhismus, Kapitalismus: Pursers Kritik der Spiritualität

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Achtsamkeit, Buddhismus, Kapitalismus

Veröffentlicht am:

13.02.2026

ein riesiger buddha aus gold
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Ist Achtsamkeit eine banale Form von Spiritualität im Kapitalismus geworden? Eine kritische Auseinandersetzung.

Achtsamkeit, Kapitalismus und Spiritualität: Wie Meditation das System stabilisiert

Achtsamkeit ist zu einer banalen Form von Spiritualität im Kapitalismus geworden. Was einst eine tiefgreifende kontemplative Tradition war, hat sich zu einem Werkzeug der Selbstoptimierung und einem großen Geschäft entwickelt, mit Eingang in Firmen, Militär und Alltagskultur. Ronald E. Purser, Professor für Management an der San Francisco State University und ordinierter Zen-Buddhist, rüttelt mit beißender Kritik an den Grundfesten der Achtsamkeitsbewegung. Und der slowenische Philosoph Slavoj Žižek geht noch weiter: Westlicher Buddhismus sei nicht die Antwort auf das spätmoderne System, sondern dessen paradigmatische Ideologie.

Purser und McMindfulness: Achtsamkeit als Produkt des Neoliberalismus

In seinem Buch McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality (2019) beleuchtet Purser umfassend, wie das Konzept der Achtsamkeit aus seinem buddhistischen Kontext gelöst und zu einem Produkt der globalen Ökonomie geworden ist. Als Wissenschaftler an der San Francisco State University kennt er sowohl die akademische als auch die kontemplative Perspektive. Als ordinierter Buddhist analysiert er pointiert, wie meditative Praxis vermarktet und vermarktungsfähig gemacht wurde.

Der Kern seiner Gesellschaftskritik: Die moderne Achtsamkeitspraxis basiert auf einer radikalen Entpolitisierung. Stress, Burnout und stressbedingte Erkrankungen werden als individuelle Probleme gerahmt, als Defizite des Einzelnen, nicht als Symptome eines Systems unter permanentem Leistungsdruck. Er spricht von einer systematischen Pathologisierung: Nicht die Rahmenbedingungen des Arbeitslebens sind das Problem, sondern die mangelnde Resilienz des Individuums. Kontemplative Praktiken werden zum Instrument, mit dem der Neoliberalismus seine Arbeitnehmer funktionstüchtig hält.

Er beleuchtet auch die historische Dimension: Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), entwickelt von Jon Kabat-Zinn, wurde bewusst von ethischen Grundlagen getrennt, um es für den Mainstream kompatibel zu machen. Was dabei verloren ging, war die Lehre des Mitgefühls, jener Aspekt, der aktiv sozialen und politischen Wandel einfordert. Übrig blieb eine Praktik der inneren Optimierung ohne ethischen Kompass.

In seinem früheren Aufsatz Beyond McMindfulness hatte er bereits zusammen mit David Loy argumentiert, dass diese entkernte Praxis nicht harmlos sei, sondern aktiv gesellschaftlichen Wandel verhindert. Die neoliberale Aneignung ersetzt strukturelle Kritik durch individuelle Anpassung und Selbstdisziplin.

Žižek: Westlicher Buddhismus als fetischistische Verleugnung

Slavoj Žižek liefert den philosophischen Unterbau. In seinem Essay From Western Marxism to Western Buddhism (2001) formuliert er eine These, die zwei Jahrzehnte später aktueller ist denn je: Die westliche Aneignung buddhistischer und taoistischer Traditionen funktioniert nicht als Gegenmittel, sondern als ideologisches Supplement des neoliberalen Systems.

Žižek argumentiert mit einem psychoanalytischen Konzept: der fetischistischen Verleugnung. Die Formel lautet: „Ich weiß sehr wohl, dass ich voll im System mitmache, aber dennoch: Mein wahres Selbst ist woanders, unberührt.“ Diese Spaltung ist kein Fehler. Sie ist das, was die Teilnahme erträglich macht.

Hier liegt der Unterschied zu klassischer Ideologiekritik: Traditionelle Analyse beschreibt Symptome, Risse im Weltbild, durch die verdrängte Wahrheiten zurückkehren. Der Fetisch funktioniert umgekehrt: Man akzeptiert die Realität vollständig, rational, nüchtern, und hält sich gleichzeitig an einem Objekt fest, das es erlaubt, die volle Wucht nicht spüren zu müssen. Hier ist dieser Fetisch die Vorstellung eines inneren Selbst, in dem man inneren Frieden und Gelassenheit bewahren kann, unberührt von äußerem Druck.

Žižek traut sich, das alte Marx-Klischee wiederzubeleben: Religion als „Opium des Volkes“. Aber er gibt dem Gedanken eine präzisere Wendung. Die meditative Haltung sei die effizienteste Methode, um voll an der ökonomischen Dynamik teilzunehmen, bei gleichzeitigem Anschein psychischer Gesundheit.

„Future Shock“: Achtsamkeit in unsicheren Zeiten

Žižek bezieht sich auf das Konzept des Future Shock: die psychologische Überforderung durch das Tempo technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Bevor man sich an eine Technologie gewöhnt hat, ist sie schon durch die nächste ersetzt. Elementares kognitives Mapping, die Fähigkeit, sich in der eigenen Lebenssituation zu orientieren, geht verloren.

Der Rückgriff auf Taoismus oder östliche Lehren bietet einen Ausweg, der besser funktioniert als die verzweifelte Rückkehr zu alten Traditionen: Statt zu versuchen, mit dem Tempo Schritt zu halten, gibt man den Versuch der Kontrolle ganz auf. Man lässt sich treiben, bewahrt innere Distanz und Gleichgültigkeit gegenüber dem beschleunigten Prozess, gestützt auf die Einsicht, dass dieser ganze Umbruch letztlich nur eine substanzlose Vermehrung von Scheinphänomenen ist, die den innersten Kern unseres Seins nicht betrifft.

Das ist ideologisch in einem spezifischen Sinne: Es handelt sich um eine Haltung, die das systemisch erzeugte Leid nicht bestreitet, sondern für irrelevant erklärt. Michel Foucault würde hier von neoliberaler Subjektivierung sprechen, der Produktion eines Subjekts, das sich als Unternehmer seiner eigenen Ressourcen begreift und die Verantwortung für strukturell erzeugten Stress vollständig internalisiert.

Das japanische Gegenbeispiel: Zen, Militär und Corporate Meditation

Žižek räumt mit einer bequemen Ausflucht auf: Man könne diese westliche Aneignung nicht einfach ihrer „authentischen“ östlichen Version gegenüberstellen. Japan liefert den historisch entscheidenden Beweis.

Nicht nur gibt es heute unter japanischen Topmanagern das verbreitete Phänomen des Corporate Zen, einer Konzern-Praxis, die Meditation als Produktivitätsinstrument einsetzt. In den letzten 150 Jahren wurde Japans rapide Industrialisierung und Militarisierung von der großen Mehrheit der Zen-Denker gestützt. D. T. Suzuki selbst, der Zen-Guru der amerikanischen Gegenkultur der 1960er, unterstützte in seiner Jugend im Japan der 1930er den Geist absoluter Selbstdisziplin und militärischer Expansion.

Kein Widerspruch, keine Perversion einer „eigentlich mitfühlenden“ Lehre, sondern eine direkte Konsequenz: Die Haltung der totalen Versenkung in das selbstlose Jetzt, in der reflexive Distanz verschwindet, legitimiert die Unterordnung unter jede gesellschaftliche Maschinerie. Žižeks pointierte Schlussfolgerung: Wenn die äußere Realität letztlich nur vergängliche Erscheinung ist, dann spielen selbst die alltäglichen Handlungen des Systems keine Rolle, und mit ihnen auch keine Forderung nach Wandel.

Max Weber 2.0: Von der protestantischen zur taoistischen Ethik des Kapitalismus

Žižeks brillantester Vergleich führt zu Max Weber. In Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1905) zeigte Weber, wie die calvinistische Prädestinationslehre ein spezifisch kapitalistisch geprägtes Arbeitsethos hervorbrachte: Man arbeitete, weil man sich seiner Erlösung nie sicher sein konnte.

Der westliche Buddhismus produziert ein strukturell analoges, aber aktualisiertes Pendant. Nicht den Antrieb, sich durch Arbeit zu beweisen, sondern die Fähigkeit, Arbeit zu ertragen, indem man seine Bindung an sie aushöhlt. Beide erzeugen denselben disziplinierten, produktiven Menschen. Nur die inneren Mechanismen unterscheiden sich.

Würde Weber heute leben, schreibt Žižek, würde er einen Ergänzungsband verfassen: Die taoistische Ethik und der Geist des globalen Kapitalismus.

Was bedeutet das für die klinische Praxis?

Aus klinischer Perspektive ist diese Analyse unmittelbar relevant. In Psychotherapie und Coaching begegnet man dem Muster regelmäßig: Klienten, die Achtsamkeit als Vermeidungsstrategie nutzen. Die meditieren, um nicht zu fühlen. Die innere Distanz kultivieren, um strukturelle Probleme nicht adressieren zu müssen, weder innere noch äußere.

Die Forschung zu Spiritual Bypassing (John Welwood, 1984) beschreibt genau dieses Phänomen: die Nutzung spiritueller Praktiken, um psychische Wunden, unerledigte Entwicklungsaufgaben und emotionale Konflikte zu umgehen. Was Purser und Žižek hinzufügen, ist die gesellschaftliche Dimension: Es handelt sich nicht nur um individuelle Abwehr, sondern um ein kulturelles Muster, das systemstabilisierend wirkt. Der Neoliberalismus braucht resiliente Arbeitnehmer, und Meditationsangebote in Unternehmen liefern sie.

Evidenzbasierte Psychotherapie fragt deshalb immer: Welche Funktion hat diese Praktik im Gesamtsystem des Klienten? Achtsamkeit kann ein wertvolles therapeutisches Werkzeug sein, etwa in der MBSR oder der MBCT bei Rückfallprophylaxe von Depression. Deren Wirksamkeit ist empirisch gut belegt. Aber ohne die Frage nach der Funktion wird jede Technik zum potenziellen Abwehrmechanismus.

Die unbequeme Frage

Žižek stellt eine Frage, die sich jeder regelmäßig stellen sollte:

Wo ist dein Fetisch? Was ist dein bevorzugter illusorischer Notausgang?

Wenn die Antwort „Achtsamkeit“ lautet und gleichzeitig nichts an den belastenden Umständen verändert wird, kein Grenzensetzen, kein Jobwechsel, keine Konfrontation mit dysfunktionalen Beziehungen –, dann funktioniert die Praktik möglicherweise nicht gegen das Problem. Sondern als das Problem.

Das heißt nicht, dass Meditation wertlos wäre. Es heißt, dass jede Praxis, die systematisch davon abhält, die eigentlichen Ursachen von Leid zu adressieren, seien sie psychisch, ökonomisch oder politisch –, kritisch hinterfragt werden muss. Purser formuliert es so: Wir müssen den Neoliberalismus erst überwinden, bevor Achtsamkeit ihr volles Potenzial entfalten kann. Žižek würde hinzufügen: Und zwar ohne den Fetisch, der uns glauben lässt, wir hätten das bereits getan.

Quellen:

·         Žižek, S. (2001). From Western Marxism to Western Buddhism. Die Gazette, Israel, 27. August 2001. Volltext: lacan.com.

·         Purser, R. E. (2019). McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality. London: Repeater Books.

·         Purser, R. E. & Loy, D. (2013). Beyond McMindfulness. Huffington Post.

·         Weber, M. (1905). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus.

·         Welwood, J. (2000). Toward a Psychology of Awakening.

·         Kabat-Zinn, J. (1990). Full Catastrophe Living.


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Purser und McMindfulness: Achtsamkeit als Produkt des Neoliberalismus

In seinem Buch McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality (2019) beleuchtet Purser umfassend, wie das Konzept der Achtsamkeit aus seinem buddhistischen Kontext gelöst und zu einem Produkt der globalen Ökonomie geworden ist. Als Wissenschaftler an der San Francisco State University kennt er sowohl die akademische als auch die kontemplative Perspektive. Als ordinierter Buddhist analysiert er pointiert, wie meditative Praxis vermarktet und vermarktungsfähig gemacht wurde.

Der Kern seiner Gesellschaftskritik: Die moderne Achtsamkeitspraxis basiert auf einer radikalen Entpolitisierung. Stress, Burnout und stressbedingte Erkrankungen werden als individuelle Probleme gerahmt, als Defizite des Einzelnen, nicht als Symptome eines Systems unter permanentem Leistungsdruck. Er spricht von einer systematischen Pathologisierung: Nicht die Rahmenbedingungen des Arbeitslebens sind das Problem, sondern die mangelnde Resilienz des Individuums. Kontemplative Praktiken werden zum Instrument, mit dem der Neoliberalismus seine Arbeitnehmer funktionstüchtig hält.

Er beleuchtet auch die historische Dimension: Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), entwickelt von Jon Kabat-Zinn, wurde bewusst von ethischen Grundlagen getrennt, um es für den Mainstream kompatibel zu machen. Was dabei verloren ging, war die Lehre des Mitgefühls, jener Aspekt, der aktiv sozialen und politischen Wandel einfordert. Übrig blieb eine Praktik der inneren Optimierung ohne ethischen Kompass.

In seinem früheren Aufsatz Beyond McMindfulness hatte er bereits zusammen mit David Loy argumentiert, dass diese entkernte Praxis nicht harmlos sei, sondern aktiv gesellschaftlichen Wandel verhindert. Die neoliberale Aneignung ersetzt strukturelle Kritik durch individuelle Anpassung und Selbstdisziplin.

Žižek: Westlicher Buddhismus als fetischistische Verleugnung

Slavoj Žižek liefert den philosophischen Unterbau. In seinem Essay From Western Marxism to Western Buddhism (2001) formuliert er eine These, die zwei Jahrzehnte später aktueller ist denn je: Die westliche Aneignung buddhistischer und taoistischer Traditionen funktioniert nicht als Gegenmittel, sondern als ideologisches Supplement des neoliberalen Systems.

Žižek argumentiert mit einem psychoanalytischen Konzept: der fetischistischen Verleugnung. Die Formel lautet: „Ich weiß sehr wohl, dass ich voll im System mitmache, aber dennoch: Mein wahres Selbst ist woanders, unberührt.“ Diese Spaltung ist kein Fehler. Sie ist das, was die Teilnahme erträglich macht.

Hier liegt der Unterschied zu klassischer Ideologiekritik: Traditionelle Analyse beschreibt Symptome, Risse im Weltbild, durch die verdrängte Wahrheiten zurückkehren. Der Fetisch funktioniert umgekehrt: Man akzeptiert die Realität vollständig, rational, nüchtern, und hält sich gleichzeitig an einem Objekt fest, das es erlaubt, die volle Wucht nicht spüren zu müssen. Hier ist dieser Fetisch die Vorstellung eines inneren Selbst, in dem man inneren Frieden und Gelassenheit bewahren kann, unberührt von äußerem Druck.

Žižek traut sich, das alte Marx-Klischee wiederzubeleben: Religion als „Opium des Volkes“. Aber er gibt dem Gedanken eine präzisere Wendung. Die meditative Haltung sei die effizienteste Methode, um voll an der ökonomischen Dynamik teilzunehmen, bei gleichzeitigem Anschein psychischer Gesundheit.

„Future Shock“: Achtsamkeit in unsicheren Zeiten

Žižek bezieht sich auf das Konzept des Future Shock: die psychologische Überforderung durch das Tempo technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Bevor man sich an eine Technologie gewöhnt hat, ist sie schon durch die nächste ersetzt. Elementares kognitives Mapping, die Fähigkeit, sich in der eigenen Lebenssituation zu orientieren, geht verloren.

Der Rückgriff auf Taoismus oder östliche Lehren bietet einen Ausweg, der besser funktioniert als die verzweifelte Rückkehr zu alten Traditionen: Statt zu versuchen, mit dem Tempo Schritt zu halten, gibt man den Versuch der Kontrolle ganz auf. Man lässt sich treiben, bewahrt innere Distanz und Gleichgültigkeit gegenüber dem beschleunigten Prozess, gestützt auf die Einsicht, dass dieser ganze Umbruch letztlich nur eine substanzlose Vermehrung von Scheinphänomenen ist, die den innersten Kern unseres Seins nicht betrifft.

Das ist ideologisch in einem spezifischen Sinne: Es handelt sich um eine Haltung, die das systemisch erzeugte Leid nicht bestreitet, sondern für irrelevant erklärt. Michel Foucault würde hier von neoliberaler Subjektivierung sprechen, der Produktion eines Subjekts, das sich als Unternehmer seiner eigenen Ressourcen begreift und die Verantwortung für strukturell erzeugten Stress vollständig internalisiert.

Das japanische Gegenbeispiel: Zen, Militär und Corporate Meditation

Žižek räumt mit einer bequemen Ausflucht auf: Man könne diese westliche Aneignung nicht einfach ihrer „authentischen“ östlichen Version gegenüberstellen. Japan liefert den historisch entscheidenden Beweis.

Nicht nur gibt es heute unter japanischen Topmanagern das verbreitete Phänomen des Corporate Zen, einer Konzern-Praxis, die Meditation als Produktivitätsinstrument einsetzt. In den letzten 150 Jahren wurde Japans rapide Industrialisierung und Militarisierung von der großen Mehrheit der Zen-Denker gestützt. D. T. Suzuki selbst, der Zen-Guru der amerikanischen Gegenkultur der 1960er, unterstützte in seiner Jugend im Japan der 1930er den Geist absoluter Selbstdisziplin und militärischer Expansion.

Kein Widerspruch, keine Perversion einer „eigentlich mitfühlenden“ Lehre, sondern eine direkte Konsequenz: Die Haltung der totalen Versenkung in das selbstlose Jetzt, in der reflexive Distanz verschwindet, legitimiert die Unterordnung unter jede gesellschaftliche Maschinerie. Žižeks pointierte Schlussfolgerung: Wenn die äußere Realität letztlich nur vergängliche Erscheinung ist, dann spielen selbst die alltäglichen Handlungen des Systems keine Rolle, und mit ihnen auch keine Forderung nach Wandel.

Max Weber 2.0: Von der protestantischen zur taoistischen Ethik des Kapitalismus

Žižeks brillantester Vergleich führt zu Max Weber. In Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1905) zeigte Weber, wie die calvinistische Prädestinationslehre ein spezifisch kapitalistisch geprägtes Arbeitsethos hervorbrachte: Man arbeitete, weil man sich seiner Erlösung nie sicher sein konnte.

Der westliche Buddhismus produziert ein strukturell analoges, aber aktualisiertes Pendant. Nicht den Antrieb, sich durch Arbeit zu beweisen, sondern die Fähigkeit, Arbeit zu ertragen, indem man seine Bindung an sie aushöhlt. Beide erzeugen denselben disziplinierten, produktiven Menschen. Nur die inneren Mechanismen unterscheiden sich.

Würde Weber heute leben, schreibt Žižek, würde er einen Ergänzungsband verfassen: Die taoistische Ethik und der Geist des globalen Kapitalismus.

Was bedeutet das für die klinische Praxis?

Aus klinischer Perspektive ist diese Analyse unmittelbar relevant. In Psychotherapie und Coaching begegnet man dem Muster regelmäßig: Klienten, die Achtsamkeit als Vermeidungsstrategie nutzen. Die meditieren, um nicht zu fühlen. Die innere Distanz kultivieren, um strukturelle Probleme nicht adressieren zu müssen, weder innere noch äußere.

Die Forschung zu Spiritual Bypassing (John Welwood, 1984) beschreibt genau dieses Phänomen: die Nutzung spiritueller Praktiken, um psychische Wunden, unerledigte Entwicklungsaufgaben und emotionale Konflikte zu umgehen. Was Purser und Žižek hinzufügen, ist die gesellschaftliche Dimension: Es handelt sich nicht nur um individuelle Abwehr, sondern um ein kulturelles Muster, das systemstabilisierend wirkt. Der Neoliberalismus braucht resiliente Arbeitnehmer, und Meditationsangebote in Unternehmen liefern sie.

Evidenzbasierte Psychotherapie fragt deshalb immer: Welche Funktion hat diese Praktik im Gesamtsystem des Klienten? Achtsamkeit kann ein wertvolles therapeutisches Werkzeug sein, etwa in der MBSR oder der MBCT bei Rückfallprophylaxe von Depression. Deren Wirksamkeit ist empirisch gut belegt. Aber ohne die Frage nach der Funktion wird jede Technik zum potenziellen Abwehrmechanismus.

Die unbequeme Frage

Žižek stellt eine Frage, die sich jeder regelmäßig stellen sollte:

Wo ist dein Fetisch? Was ist dein bevorzugter illusorischer Notausgang?

Wenn die Antwort „Achtsamkeit“ lautet und gleichzeitig nichts an den belastenden Umständen verändert wird, kein Grenzensetzen, kein Jobwechsel, keine Konfrontation mit dysfunktionalen Beziehungen –, dann funktioniert die Praktik möglicherweise nicht gegen das Problem. Sondern als das Problem.

Das heißt nicht, dass Meditation wertlos wäre. Es heißt, dass jede Praxis, die systematisch davon abhält, die eigentlichen Ursachen von Leid zu adressieren, seien sie psychisch, ökonomisch oder politisch –, kritisch hinterfragt werden muss. Purser formuliert es so: Wir müssen den Neoliberalismus erst überwinden, bevor Achtsamkeit ihr volles Potenzial entfalten kann. Žižek würde hinzufügen: Und zwar ohne den Fetisch, der uns glauben lässt, wir hätten das bereits getan.

Quellen:

·         Žižek, S. (2001). From Western Marxism to Western Buddhism. Die Gazette, Israel, 27. August 2001. Volltext: lacan.com.

·         Purser, R. E. (2019). McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality. London: Repeater Books.

·         Purser, R. E. & Loy, D. (2013). Beyond McMindfulness. Huffington Post.

·         Weber, M. (1905). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus.

·         Welwood, J. (2000). Toward a Psychology of Awakening.

·         Kabat-Zinn, J. (1990). Full Catastrophe Living.


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Achtsamkeit, Kapitalismus und Spiritualität: Wie Meditation das System stabilisiert

Achtsamkeit ist zu einer banalen Form von Spiritualität im Kapitalismus geworden. Was einst eine tiefgreifende kontemplative Tradition war, hat sich zu einem Werkzeug der Selbstoptimierung und einem großen Geschäft entwickelt, mit Eingang in Firmen, Militär und Alltagskultur. Ronald E. Purser, Professor für Management an der San Francisco State University und ordinierter Zen-Buddhist, rüttelt mit beißender Kritik an den Grundfesten der Achtsamkeitsbewegung. Und der slowenische Philosoph Slavoj Žižek geht noch weiter: Westlicher Buddhismus sei nicht die Antwort auf das spätmoderne System, sondern dessen paradigmatische Ideologie.

Purser und McMindfulness: Achtsamkeit als Produkt des Neoliberalismus

In seinem Buch McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality (2019) beleuchtet Purser umfassend, wie das Konzept der Achtsamkeit aus seinem buddhistischen Kontext gelöst und zu einem Produkt der globalen Ökonomie geworden ist. Als Wissenschaftler an der San Francisco State University kennt er sowohl die akademische als auch die kontemplative Perspektive. Als ordinierter Buddhist analysiert er pointiert, wie meditative Praxis vermarktet und vermarktungsfähig gemacht wurde.

Der Kern seiner Gesellschaftskritik: Die moderne Achtsamkeitspraxis basiert auf einer radikalen Entpolitisierung. Stress, Burnout und stressbedingte Erkrankungen werden als individuelle Probleme gerahmt, als Defizite des Einzelnen, nicht als Symptome eines Systems unter permanentem Leistungsdruck. Er spricht von einer systematischen Pathologisierung: Nicht die Rahmenbedingungen des Arbeitslebens sind das Problem, sondern die mangelnde Resilienz des Individuums. Kontemplative Praktiken werden zum Instrument, mit dem der Neoliberalismus seine Arbeitnehmer funktionstüchtig hält.

Er beleuchtet auch die historische Dimension: Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), entwickelt von Jon Kabat-Zinn, wurde bewusst von ethischen Grundlagen getrennt, um es für den Mainstream kompatibel zu machen. Was dabei verloren ging, war die Lehre des Mitgefühls, jener Aspekt, der aktiv sozialen und politischen Wandel einfordert. Übrig blieb eine Praktik der inneren Optimierung ohne ethischen Kompass.

In seinem früheren Aufsatz Beyond McMindfulness hatte er bereits zusammen mit David Loy argumentiert, dass diese entkernte Praxis nicht harmlos sei, sondern aktiv gesellschaftlichen Wandel verhindert. Die neoliberale Aneignung ersetzt strukturelle Kritik durch individuelle Anpassung und Selbstdisziplin.

Žižek: Westlicher Buddhismus als fetischistische Verleugnung

Slavoj Žižek liefert den philosophischen Unterbau. In seinem Essay From Western Marxism to Western Buddhism (2001) formuliert er eine These, die zwei Jahrzehnte später aktueller ist denn je: Die westliche Aneignung buddhistischer und taoistischer Traditionen funktioniert nicht als Gegenmittel, sondern als ideologisches Supplement des neoliberalen Systems.

Žižek argumentiert mit einem psychoanalytischen Konzept: der fetischistischen Verleugnung. Die Formel lautet: „Ich weiß sehr wohl, dass ich voll im System mitmache, aber dennoch: Mein wahres Selbst ist woanders, unberührt.“ Diese Spaltung ist kein Fehler. Sie ist das, was die Teilnahme erträglich macht.

Hier liegt der Unterschied zu klassischer Ideologiekritik: Traditionelle Analyse beschreibt Symptome, Risse im Weltbild, durch die verdrängte Wahrheiten zurückkehren. Der Fetisch funktioniert umgekehrt: Man akzeptiert die Realität vollständig, rational, nüchtern, und hält sich gleichzeitig an einem Objekt fest, das es erlaubt, die volle Wucht nicht spüren zu müssen. Hier ist dieser Fetisch die Vorstellung eines inneren Selbst, in dem man inneren Frieden und Gelassenheit bewahren kann, unberührt von äußerem Druck.

Žižek traut sich, das alte Marx-Klischee wiederzubeleben: Religion als „Opium des Volkes“. Aber er gibt dem Gedanken eine präzisere Wendung. Die meditative Haltung sei die effizienteste Methode, um voll an der ökonomischen Dynamik teilzunehmen, bei gleichzeitigem Anschein psychischer Gesundheit.

„Future Shock“: Achtsamkeit in unsicheren Zeiten

Žižek bezieht sich auf das Konzept des Future Shock: die psychologische Überforderung durch das Tempo technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Bevor man sich an eine Technologie gewöhnt hat, ist sie schon durch die nächste ersetzt. Elementares kognitives Mapping, die Fähigkeit, sich in der eigenen Lebenssituation zu orientieren, geht verloren.

Der Rückgriff auf Taoismus oder östliche Lehren bietet einen Ausweg, der besser funktioniert als die verzweifelte Rückkehr zu alten Traditionen: Statt zu versuchen, mit dem Tempo Schritt zu halten, gibt man den Versuch der Kontrolle ganz auf. Man lässt sich treiben, bewahrt innere Distanz und Gleichgültigkeit gegenüber dem beschleunigten Prozess, gestützt auf die Einsicht, dass dieser ganze Umbruch letztlich nur eine substanzlose Vermehrung von Scheinphänomenen ist, die den innersten Kern unseres Seins nicht betrifft.

Das ist ideologisch in einem spezifischen Sinne: Es handelt sich um eine Haltung, die das systemisch erzeugte Leid nicht bestreitet, sondern für irrelevant erklärt. Michel Foucault würde hier von neoliberaler Subjektivierung sprechen, der Produktion eines Subjekts, das sich als Unternehmer seiner eigenen Ressourcen begreift und die Verantwortung für strukturell erzeugten Stress vollständig internalisiert.

Das japanische Gegenbeispiel: Zen, Militär und Corporate Meditation

Žižek räumt mit einer bequemen Ausflucht auf: Man könne diese westliche Aneignung nicht einfach ihrer „authentischen“ östlichen Version gegenüberstellen. Japan liefert den historisch entscheidenden Beweis.

Nicht nur gibt es heute unter japanischen Topmanagern das verbreitete Phänomen des Corporate Zen, einer Konzern-Praxis, die Meditation als Produktivitätsinstrument einsetzt. In den letzten 150 Jahren wurde Japans rapide Industrialisierung und Militarisierung von der großen Mehrheit der Zen-Denker gestützt. D. T. Suzuki selbst, der Zen-Guru der amerikanischen Gegenkultur der 1960er, unterstützte in seiner Jugend im Japan der 1930er den Geist absoluter Selbstdisziplin und militärischer Expansion.

Kein Widerspruch, keine Perversion einer „eigentlich mitfühlenden“ Lehre, sondern eine direkte Konsequenz: Die Haltung der totalen Versenkung in das selbstlose Jetzt, in der reflexive Distanz verschwindet, legitimiert die Unterordnung unter jede gesellschaftliche Maschinerie. Žižeks pointierte Schlussfolgerung: Wenn die äußere Realität letztlich nur vergängliche Erscheinung ist, dann spielen selbst die alltäglichen Handlungen des Systems keine Rolle, und mit ihnen auch keine Forderung nach Wandel.

Max Weber 2.0: Von der protestantischen zur taoistischen Ethik des Kapitalismus

Žižeks brillantester Vergleich führt zu Max Weber. In Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1905) zeigte Weber, wie die calvinistische Prädestinationslehre ein spezifisch kapitalistisch geprägtes Arbeitsethos hervorbrachte: Man arbeitete, weil man sich seiner Erlösung nie sicher sein konnte.

Der westliche Buddhismus produziert ein strukturell analoges, aber aktualisiertes Pendant. Nicht den Antrieb, sich durch Arbeit zu beweisen, sondern die Fähigkeit, Arbeit zu ertragen, indem man seine Bindung an sie aushöhlt. Beide erzeugen denselben disziplinierten, produktiven Menschen. Nur die inneren Mechanismen unterscheiden sich.

Würde Weber heute leben, schreibt Žižek, würde er einen Ergänzungsband verfassen: Die taoistische Ethik und der Geist des globalen Kapitalismus.

Was bedeutet das für die klinische Praxis?

Aus klinischer Perspektive ist diese Analyse unmittelbar relevant. In Psychotherapie und Coaching begegnet man dem Muster regelmäßig: Klienten, die Achtsamkeit als Vermeidungsstrategie nutzen. Die meditieren, um nicht zu fühlen. Die innere Distanz kultivieren, um strukturelle Probleme nicht adressieren zu müssen, weder innere noch äußere.

Die Forschung zu Spiritual Bypassing (John Welwood, 1984) beschreibt genau dieses Phänomen: die Nutzung spiritueller Praktiken, um psychische Wunden, unerledigte Entwicklungsaufgaben und emotionale Konflikte zu umgehen. Was Purser und Žižek hinzufügen, ist die gesellschaftliche Dimension: Es handelt sich nicht nur um individuelle Abwehr, sondern um ein kulturelles Muster, das systemstabilisierend wirkt. Der Neoliberalismus braucht resiliente Arbeitnehmer, und Meditationsangebote in Unternehmen liefern sie.

Evidenzbasierte Psychotherapie fragt deshalb immer: Welche Funktion hat diese Praktik im Gesamtsystem des Klienten? Achtsamkeit kann ein wertvolles therapeutisches Werkzeug sein, etwa in der MBSR oder der MBCT bei Rückfallprophylaxe von Depression. Deren Wirksamkeit ist empirisch gut belegt. Aber ohne die Frage nach der Funktion wird jede Technik zum potenziellen Abwehrmechanismus.

Die unbequeme Frage

Žižek stellt eine Frage, die sich jeder regelmäßig stellen sollte:

Wo ist dein Fetisch? Was ist dein bevorzugter illusorischer Notausgang?

Wenn die Antwort „Achtsamkeit“ lautet und gleichzeitig nichts an den belastenden Umständen verändert wird, kein Grenzensetzen, kein Jobwechsel, keine Konfrontation mit dysfunktionalen Beziehungen –, dann funktioniert die Praktik möglicherweise nicht gegen das Problem. Sondern als das Problem.

Das heißt nicht, dass Meditation wertlos wäre. Es heißt, dass jede Praxis, die systematisch davon abhält, die eigentlichen Ursachen von Leid zu adressieren, seien sie psychisch, ökonomisch oder politisch –, kritisch hinterfragt werden muss. Purser formuliert es so: Wir müssen den Neoliberalismus erst überwinden, bevor Achtsamkeit ihr volles Potenzial entfalten kann. Žižek würde hinzufügen: Und zwar ohne den Fetisch, der uns glauben lässt, wir hätten das bereits getan.

Quellen:

·         Žižek, S. (2001). From Western Marxism to Western Buddhism. Die Gazette, Israel, 27. August 2001. Volltext: lacan.com.

·         Purser, R. E. (2019). McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality. London: Repeater Books.

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Psychologie Berlin

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