AUDHS & Löffel-Theorie: Mehr Energie im Alltag mit ADHS und Autismus

AUDHS & Löffel-Theorie: Mehr Energie im Alltag mit ADHS und Autismus

AUDHS & Löffel-Theorie

Veröffentlicht am:

02.02.2026

löffel in einer Schublade
löffel in einer Schublade

DESCRIPTION:

Rechnen mit Löffeln im Alltag bei Neurodiversität? Wie die Löffel-Theorie bei AUDHS hilft. Mehr Energie, Selbstfürsorge und Struktur im Alltag!

Die Löffel-Theorie bei chronischer Erschöpfung durch ADHS und Autismus: Ein Guide für mehr Löffel (Energie)

TL;DR (Das Wichtigste in Kürze):

Das Problem: Menschen mit AuDHS haben oft weniger Energie zur Verfügung als neurotypische Menschen.

Die Ursache: Reizfilterung, exekutive Funktionen und „Masking“ verbrauchen Energie im Hintergrund.

Die Lösung: Die Löffel-Theorie hilft, Energie als begrenzte Währung zu verstehen und besser einzuteilen.

AuDHS, wenn sich Autismus und ADHS begegnen: Ein Wegweiser für Diagnostik und Alltag

Willkommen in unserem spezialisierten Themenbereich für AuDHS. Immer mehr Menschen erkennen sich in dem Gefühl wieder, Autismus und ADHS gleichzeitig in sich zu tragen – ein innerer Spagat, der oft erst spät erkannt wird.

Hier finden Sie Informationen zur Neurodivergenz, Orientierungshilfen für die ADHS-Diagnostik für Erwachsene und Antworten auf die Frage, warum Sie oft zwischen innerer Unruhe und dem Bedürfnis nach Struktur schwanken. Wir beleuchten das Paradoxon aus Reizüberflutung und Langeweile und erklären die Hintergründe der Autismus-Spektrum-Störung Komorbidität ADHS.

🧠 Ein Hinweis zu unserem Design (neuroinklusives Lesen)

Wir wissen, dass lange Texte für neurodivergente Gehirne oft anstrengend sind. Deshalb ist dieser Blog „AUDHS-freundlich“ gestaltet:

·         TL;DR (Too Long; Didn’t Read): Sie finden am Anfang jedes Artikels eine kurze Zusammenfassung.

·         Scannbarkeit: Wir nutzen Fettdruck für Kernbegriffe und viele Bullet Points, damit Sie die wichtigsten Infos auf einen Blick erfassen.

·         Klarheit: Wir vermeiden Textwüsten und setzen auf kurze, verdauliche Absätze.

1. Woher kommt die Löffel-Theorie?

Die Löffel-Theorie stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003 und wurde von der US-amerikanischen Bloggerin Christine Miserandino entwickelt.

Die Story dahinter:

Sie saß mit einer Freundin in einem Café. Sie wollte erklären, wie es sich anfühlt, mit Lupus (einer chronischen Erkrankung) zu leben. Worte reichten nicht aus.

Also griff sie zu einer radikalen Methode:

Sie sammelte Löffel von den Tischen ein.

Sie drückte sie der Freundin in die Hand.

Sie sagte: „Das ist alles, was du heute hast.“

Jede Tätigkeit , Aufstehen, Duschen, Essen , kostete einen Löffel. Als die Löffel weg waren, war der Tag vorbei.

Dieses Bild ging als Löffel-Theorie um die Welt. Soweit die Löffel-Theorie im Jahr 2003. Sie stammt also ursprünglich aus der chronischen Schmerzsituation bei einer Autoimmunerkrankung. Dabei ist sie heute ein wichtiges Erklärungsmodell für das Energielevel bei Neurodiversität.

2. Eine Anzahl an Löffeln: Ihr Energie-Startguthaben

Stellen Sie sich vor, Energie ist eine Währung.

Der neurotypische Mensch:

Er hat eine „Energie-Flatrate“. Er wacht auf und hat unendlich viele Löffel. Duschen oder Bahnfahren kosten ihn fast nichts. Er muss nicht rechnen.

Der Mensch mit AuDHS / Chronisch Kranke:

Hat am Morgen nur eine begrenzte Anzahl Löffel zur Verfügung. Vielleicht sind es zwölf Löffel. An schlechten Tagen nur sechs.

Die harte Regel:

Sie haben eine bestimmte Anzahl an Löffeln pro Tag zur Verfügung. Wenn Sie einen Löffel verbrauchen, ist er weg. Er kommt nach 5 Minuten Pause nicht zurück.

Das zwingt Sie zu ständigem Abwägen: „Kann ich mir Duschen UND Kochen leisten?“

3. Das Erklärungsmodell: Warum passt das perfekt zu Autismus mit ADHS? 🥄

Auf den ersten Blick wirkt Leben mit ADHS oft wie ein dauerhafter Energie-Überschuss. Doch der Schein trügt: Es ist ein „Tired but Wired“-Zustand (müde, aber unter Strom). Abends sind alle Löffel aufgebraucht, sodass Sie Ihren Akku aufladen müssen.

Und wieso kämpfen AuDHSler besonders mit ihrer Belastbarkeit?

Die neurologischen Gründe:

Defekter Spam-Filter: Das Gehirn unterscheidet nicht automatisch zwischen „wichtig“ (Gespräch) und „unwichtig“ (Kühlschrankbrummen).

Manuelle Verarbeitung: Jeder Lichtstrahl, jeder Geruch und jede Emotion müssen aktiv sortiert werden. Das verbraucht Rechenleistung.

Hoher Grundumsatz: ADHS bedeutet nicht weniger Kapazität, sondern einen enorm hohen „Stromverbrauch“ im Stand-by-Modus.

Der Akku-Vergleich: Ihr Gehirn ist wie ein Handy, bei dem im Hintergrund 50 Apps gleichzeitig offen sind (GPS, WLAN, Spiele, Updates). Selbst wenn das Handy nur unbenutzt auf dem Tisch liegt, leert sich der Akku rasend schnell. Genau das ist Neurodiversität: ein Hochleistungs-Betriebssystem, das extrem viel Energie zieht, nur um „an“ zu bleiben.

4. Überanstrengung: Warum alles so teuer ist

Für Menschen mit AUDHS herrscht eine „Löffel-Inflation“. Alltägliche Dinge sind in einer neurotypischen Welt so anstrengend, dass sie Betroffene unverhältnismäßig viele Löffel kosten.

Beispiel: Wäsche waschen

Neurotypisch: 1 Schritt („Ich wasche Wäsche“). Kosten: ½ Löffel.

Neurodivers: 20 Schritte (loslegen, Wäsche sortieren, Waschmittel suchen, Maschine bedienen, warten …). Kosten: 2 Löffel.

Dazu kommen sensorische Reize bei Autismus, die weitere Löffel kosten … Ein Supermarkt ist laut, hell, eng und riecht.

Das Ergebnis: Oft sind schon mittags 8 von 12 Löffeln verbraucht , nur um „normal“ zu funktionieren.

5. Das Energie-Defizit: Der Wechselkurs 1:5

Um es Angehörigen zu erklären, nutzen Sie diesen Vergleich:

„Menschen ohne AUDHS brauchen vielleicht einen Löffel für den Morgen. Uns kann das fünf Löffel kosten.“

Warum so viele?

Dopaminmangel: Aufstehen ohne Belohnungshormon kostet Willenskraft.

Entscheidungsparalyse: Was ziehe ich an? (1 Löffel weg).

Zeitblindheit: Stress durch Angst vor dem Zuspätkommen.

Suche: Wo ist der Schlüssel? (Arbeitsgedächtnis).

Sensorik: Der Pulli kratzt.

Wer diesen „Wechselkurs“ ignoriert, versteht die Erschöpfung nicht.

6. Der größte Energieräuber: Masking

Masking bedeutet: so tun, als wäre man neurotypisch.

Das kostet am meisten Kraft:

Blickkontakt erzwingen.

Still sitzen (Stimming unterdrücken).

Soziale Skripte abspielen („Small Talk simulieren“).

Wer 8 Stunden maskiert, hat am Abend seine begrenzte Menge Löffel verbraucht. Der Zusammenbruch zu Hause ist kein Drama, sondern mathematisch unvermeidbar.

7. Die Schuldenfalle: Löffel borgen

Achtung: Sie können weitermachen, wenn die Löffel alle sind. Aber Sie zahlen Zinsen.

Das Prinzip:

Sie haben weniger Aktivität geplant, und nun keine Löffel mehr, müssen aber auf eine Party.

Sie nehmen sich Löffel vom nächsten Tag.

Die Folge: Morgen starten Sie mit einem Löffel weniger.

Wer das ständig tut, landet in der Insolvenz = Burnout.

Um den Tag besser zu überstehen, müssen Sie heute „Nein“ sagen, um morgen handlungsfähig zu bleiben.

8. Chronische Krankheiten: Wenn mehreres zusammenkommt

Oft kommt ADHS nicht allein.

Fibromyalgie / Schmerzen: Schmerz zieht permanent Energie im Hintergrund.

Sklerose (MS): Fatigue ist hier ein Hauptsymptom.

Depression: Antriebslosigkeit kostet extra Löffel.

Für Menschen mit chronischen Krankheiten UND Neurodivergenz potenziert sich der Verbrauch. Ein schlechter Schmerztag kann das Budget von 12 auf 3 Löffel reduzieren.

9. Akku laden: Was gibt WIRKLICH Energie?

Neurotypische Entspannung (Buch lesen, Café) kann für Sie Anstrengung bedeuten. Sie müssen Ihren Akku aufladen, indem Sie Ihre eigenen Quellen finden.

Gute Löffel-Spender für AuDHS:

Spezialinteressen: Deep Dive in ein Hobby (Dopamin!).

Stimming: Wippen, Summen, Fidget Toys.

Sensorische Pause: Noise-Cancelling-Kopfhörer, dunkler Raum.

Finden Sie heraus, was Ihnen mehr Energie gibt, statt Energie zu ziehen.

10. Kommunikation: Das Modell nutzen

Nutzen Sie die Theorie als Werkzeug, nicht als Ausrede.

Sagen Sie:

„Ich habe heute nur noch drei Löffel. Wenn ich jetzt abwasche, kann ich nicht mehr mit dir reden.“

Das nimmt die Emotion raus.

Der Partner versteht: Es ist keine Unlust, es ist ein leeres Budget.

Eltern verstehen: Wenn das Kind Löffel bis auf einen bereits verbraucht hat, bringen Hausaufgaben nichts mehr.

Etablieren Sie den „Löffel-Status“ als festen Begriff in der Familie. Das erlaubt Ihnen, an guten Tagen auch mal mehr einen Löffel zu nutzen, ohne sich an schlechten Tagen rechtfertigen zu müssen.

Zusammenfassung

🥄 Ursprung: 2003 von Christine Miserandino für Lupus entwickelt.

🔋 Realität: Gesunde Menschen haben unendlich Energie, wir haben ein festes Limit.

📉 Kosten: Exekutive Funktionen und Sensorik lassen uns Dinge teurer bezahlen.

⚠️ Gefahr: Wer ständig Löffel borgt, riskiert den Burnout.

❤️ Self-Care: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern Ressourcenmanagement.

F&A – Was sonst noch oft gefragt wird

Bei AuDHS stehen sich regelmäßig widerstreitende Bedürfnisse gegenüber: Das ADHS sucht Neues und Stimulation, der Autismus sucht Struktur und Genauigkeit. Antworten müssen diesen inneren Konflikt berücksichtigen.

1. Löffel-Theorie & AuDHS-Management

Lässt sich die Löffel-Theorie auf AuDHS anwenden? Ja, sogar noch dringender als bei reinem ADHS.

Der Konflikt: Das ADHS gibt impulsiv Löffel aus (z.B. für ein neues Hobby), die dem Autismus dann für die Routine fehlen (z.B. Duschen).

Das Ergebnis: Oft ist der Akku schneller leer, weil die interne „Verhandlung“ zwischen den beiden Polen bereits Energie kostet.

Was ist die 2-Minuten-Regel bei AuDHS?

Klassisch: „Was weniger als 2 Minuten dauert, sofort erledigen.“

Bei AuDHS: Vorsicht! Für Autisten sind Unterbrechungen (Task Switching) teuer. Wenn Sie gerade im Hyperfokus sind, kann eine „schnelle“ 2-Minuten-Aufgabe den ganzen Workflow zerstören.

Besser: Sammeln Sie die Kleinigkeiten für ein festes Zeitfenster („Admin-Stunde“).

Was ist die 20-Minuten-Regel? Eine Methode gegen die ADHS-Paralyse (Starre): „Ich mache es nur für 20 Minuten.“

Das senkt die Hemmschwelle für den Start (exekutive Funktion).

Für AuDHS wichtig: Stellen Sie einen Timer, damit Sie nicht in den Hyperfokus rutschen und das Essen oder Schlafen vergessen (autistische Körperwahrnehmung).

Warum mögen neurodivergente Menschen (kleine) Löffel? Dies ist ein beliebtes Phänomen in der Community.

Sensorik: Viele AuDHSler bevorzugen kleine Teelöffel oder Kuchengabeln, weil große Löffel sensorisch überwältigend sein können (zu viel Metall im Mund, zu viel Essen auf einmal).

Es gibt ein Gefühl von Kontrolle über die Nahrungsaufnahme.

2. Symptome & Besonderheiten

Was ist „Looping“ bei AuDHS? Das Festhängen in einer Schleife.

Gedanklich: Das ADHS-Gehirn rast („Racing Thoughts“), während der Autismus an einem Thema kleben bleibt (Perseveration). Man kaut stundenlang auf derselben Sorge oder Idee herum.

Akustisch: Ein Lied oder ein Satz wiederholt sich endlos im Kopf (Ohrwurm/Echolalie).

Habe ich AuDHS oder nur ADHS? Die Unterscheidung ist schwer, da sich Symptome überlappen.

ADHS: Vergisst Termine, ist chaotisch, sucht ständig neue Reize, ist sozial oft extrovertiert, aber ungeschickt.

AuDHS: Plant gerne (Autismus), kann den Plan aber nicht umsetzen (ADHS). Sucht soziale Nähe (ADHS), ist aber schnell sensorisch überfordert (Autismus). Liebt Ordnung (Autismus), erzeugt aber Chaos (ADHS).

Was sind „ADHS-Augen“ (ADHD Eyes)? Ein umgangssprachlicher Begriff für zwei Zustände:

Der „Weitwinkel-Blick“: Die Augen wirken groß und scannen alles gleichzeitig (Reizoffenheit).

Der „glasige Blick“: ein Zeichen für Dissoziation oder Shutdown. Die Person schaut durch einen hindurch, weil das Gehirn gerade offline geht, um Energie zu sparen.

Was sind die seltensten Symptome? Bei AuDHS oft die Hypo-Sensitivität (Unterempfindlichkeit). Manche spüren Kälte, Hunger oder Schmerz kaum. Sie brauchen extrem starken Druck (z.B. Gewichtsdecken) oder sehr scharfes Essen, um überhaupt etwas zu fühlen.

3. Beruhigung & Krisen

Was löst „ADHS-Wut“ (ADHD Rage) aus? Oft ist es keine echte Wut, sondern ein sensorischer Meltdown oder Frustration über blockierte Pläne.

Der Auslöser: Das ADHS hat impulsiv „Ja“ gesagt, der Autismus merkt jetzt „Es ist zu laut/zu viel“.

Die Reaktion: explosives Verhalten, weil die Selbstregulation (exekutive Funktion) zusammenbricht.

Wie sieht ein Burnout bei AuDHS aus? Er unterscheidet sich von normalem Burnout.

Verlust von Fähigkeiten: Dinge, die man früher konnte (Sprechen, Kochen, Telefonieren), gehen plötzlich nicht mehr.

Sensorische Zuspitzung: Licht tut weh, Geräusche sind unerträglich.

Rückzug: Totale Isolation, oft über Monate.

Was beruhigt ein AuDHS-Gehirn? Standardtipps wie „Meditation“ scheitern oft am ADHS-Bewegungsdrang. Besser:

Aktives Stimming: Wippen, Kneten, Schaukeln (beruhigt den Autismus, beschäftigt das ADHS).

Deep Pressure Therapy: Gewichtsdecken.

Parallel Play (auch Body-Doubling): Mit jemandem im selben Raum sein, aber jeder macht seins (befriedigt das soziale Bedürfnis ohne den Druck der Interaktion).

Was sind die 4 F’s bei AuDHS? Die Stressreaktionen:

Fight: Wutausbruch / Meltdown.

Flight: Flucht aus dem Raum (Weglauftendenz).

Freeze: Shutdown / Dissoziation (nicht mehr sprechen können).

Fawn (besonders häufig bei AuDHS): „People-Pleasing“. Man passt sich extrem an und unterwirft sich, um soziale Fehler zu vermeiden (extremes Masking).

4. Gewohnheiten & Strategien

Funktioniert „Habit Stacking“ bei AuDHS? (Neue Gewohnheit an eine alte koppeln, z. B. „Zähne putzen + Kniebeugen“).

Ja, aber: Es muss dopamingesteuert sein.

Statt langweiliger Routinen lieber: „Podcast hören (Dopamin) + Spülmaschine ausräumen“.

Für den autistischen Teil ist die Beständigkeit wichtig: Immer die gleiche Reihenfolge hilft, Energie zu sparen.

Was brauchen Menschen mit AuDHS am meisten?

Akzeptanz der Widersprüche: An einem Tag können sie die Welt retten (Hyperfokus), am nächsten nicht sprechen (Shutdown). Beides ist „normal“.

Body-Doubling: Jemand sitzt einfach dabei, während man arbeitet. Das hilft dem ADHS-Antrieb enorm.

Sensorische Sicherheit: Ein Zuhause, in dem man nicht „maskieren“ muss.

Wann ist das Gehirn „voll entwickelt“? Bei neurodivergenten Menschen reift der Frontallappen (zuständig für Planung/Impulskontrolle) oft verzögert , teilweise bis in die Mitte/Ende der 20er. Das bedeutet: Emotionale Reife und Intelligenz sind da, aber die organisatorische Reife hinkt oft hinterher. Das ist kein Charakterfehler, sondern Biologie.


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DESCRIPTION:

Rechnen mit Löffeln im Alltag bei Neurodiversität? Wie die Löffel-Theorie bei AUDHS hilft. Mehr Energie, Selbstfürsorge und Struktur im Alltag!

Die Löffel-Theorie bei chronischer Erschöpfung durch ADHS und Autismus: Ein Guide für mehr Löffel (Energie)

TL;DR (Das Wichtigste in Kürze):

Das Problem: Menschen mit AuDHS haben oft weniger Energie zur Verfügung als neurotypische Menschen.

Die Ursache: Reizfilterung, exekutive Funktionen und „Masking“ verbrauchen Energie im Hintergrund.

Die Lösung: Die Löffel-Theorie hilft, Energie als begrenzte Währung zu verstehen und besser einzuteilen.

AuDHS, wenn sich Autismus und ADHS begegnen: Ein Wegweiser für Diagnostik und Alltag

Willkommen in unserem spezialisierten Themenbereich für AuDHS. Immer mehr Menschen erkennen sich in dem Gefühl wieder, Autismus und ADHS gleichzeitig in sich zu tragen – ein innerer Spagat, der oft erst spät erkannt wird.

Hier finden Sie Informationen zur Neurodivergenz, Orientierungshilfen für die ADHS-Diagnostik für Erwachsene und Antworten auf die Frage, warum Sie oft zwischen innerer Unruhe und dem Bedürfnis nach Struktur schwanken. Wir beleuchten das Paradoxon aus Reizüberflutung und Langeweile und erklären die Hintergründe der Autismus-Spektrum-Störung Komorbidität ADHS.

🧠 Ein Hinweis zu unserem Design (neuroinklusives Lesen)

Wir wissen, dass lange Texte für neurodivergente Gehirne oft anstrengend sind. Deshalb ist dieser Blog „AUDHS-freundlich“ gestaltet:

·         TL;DR (Too Long; Didn’t Read): Sie finden am Anfang jedes Artikels eine kurze Zusammenfassung.

·         Scannbarkeit: Wir nutzen Fettdruck für Kernbegriffe und viele Bullet Points, damit Sie die wichtigsten Infos auf einen Blick erfassen.

·         Klarheit: Wir vermeiden Textwüsten und setzen auf kurze, verdauliche Absätze.

1. Woher kommt die Löffel-Theorie?

Die Löffel-Theorie stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003 und wurde von der US-amerikanischen Bloggerin Christine Miserandino entwickelt.

Die Story dahinter:

Sie saß mit einer Freundin in einem Café. Sie wollte erklären, wie es sich anfühlt, mit Lupus (einer chronischen Erkrankung) zu leben. Worte reichten nicht aus.

Also griff sie zu einer radikalen Methode:

Sie sammelte Löffel von den Tischen ein.

Sie drückte sie der Freundin in die Hand.

Sie sagte: „Das ist alles, was du heute hast.“

Jede Tätigkeit , Aufstehen, Duschen, Essen , kostete einen Löffel. Als die Löffel weg waren, war der Tag vorbei.

Dieses Bild ging als Löffel-Theorie um die Welt. Soweit die Löffel-Theorie im Jahr 2003. Sie stammt also ursprünglich aus der chronischen Schmerzsituation bei einer Autoimmunerkrankung. Dabei ist sie heute ein wichtiges Erklärungsmodell für das Energielevel bei Neurodiversität.

2. Eine Anzahl an Löffeln: Ihr Energie-Startguthaben

Stellen Sie sich vor, Energie ist eine Währung.

Der neurotypische Mensch:

Er hat eine „Energie-Flatrate“. Er wacht auf und hat unendlich viele Löffel. Duschen oder Bahnfahren kosten ihn fast nichts. Er muss nicht rechnen.

Der Mensch mit AuDHS / Chronisch Kranke:

Hat am Morgen nur eine begrenzte Anzahl Löffel zur Verfügung. Vielleicht sind es zwölf Löffel. An schlechten Tagen nur sechs.

Die harte Regel:

Sie haben eine bestimmte Anzahl an Löffeln pro Tag zur Verfügung. Wenn Sie einen Löffel verbrauchen, ist er weg. Er kommt nach 5 Minuten Pause nicht zurück.

Das zwingt Sie zu ständigem Abwägen: „Kann ich mir Duschen UND Kochen leisten?“

3. Das Erklärungsmodell: Warum passt das perfekt zu Autismus mit ADHS? 🥄

Auf den ersten Blick wirkt Leben mit ADHS oft wie ein dauerhafter Energie-Überschuss. Doch der Schein trügt: Es ist ein „Tired but Wired“-Zustand (müde, aber unter Strom). Abends sind alle Löffel aufgebraucht, sodass Sie Ihren Akku aufladen müssen.

Und wieso kämpfen AuDHSler besonders mit ihrer Belastbarkeit?

Die neurologischen Gründe:

Defekter Spam-Filter: Das Gehirn unterscheidet nicht automatisch zwischen „wichtig“ (Gespräch) und „unwichtig“ (Kühlschrankbrummen).

Manuelle Verarbeitung: Jeder Lichtstrahl, jeder Geruch und jede Emotion müssen aktiv sortiert werden. Das verbraucht Rechenleistung.

Hoher Grundumsatz: ADHS bedeutet nicht weniger Kapazität, sondern einen enorm hohen „Stromverbrauch“ im Stand-by-Modus.

Der Akku-Vergleich: Ihr Gehirn ist wie ein Handy, bei dem im Hintergrund 50 Apps gleichzeitig offen sind (GPS, WLAN, Spiele, Updates). Selbst wenn das Handy nur unbenutzt auf dem Tisch liegt, leert sich der Akku rasend schnell. Genau das ist Neurodiversität: ein Hochleistungs-Betriebssystem, das extrem viel Energie zieht, nur um „an“ zu bleiben.

4. Überanstrengung: Warum alles so teuer ist

Für Menschen mit AUDHS herrscht eine „Löffel-Inflation“. Alltägliche Dinge sind in einer neurotypischen Welt so anstrengend, dass sie Betroffene unverhältnismäßig viele Löffel kosten.

Beispiel: Wäsche waschen

Neurotypisch: 1 Schritt („Ich wasche Wäsche“). Kosten: ½ Löffel.

Neurodivers: 20 Schritte (loslegen, Wäsche sortieren, Waschmittel suchen, Maschine bedienen, warten …). Kosten: 2 Löffel.

Dazu kommen sensorische Reize bei Autismus, die weitere Löffel kosten … Ein Supermarkt ist laut, hell, eng und riecht.

Das Ergebnis: Oft sind schon mittags 8 von 12 Löffeln verbraucht , nur um „normal“ zu funktionieren.

5. Das Energie-Defizit: Der Wechselkurs 1:5

Um es Angehörigen zu erklären, nutzen Sie diesen Vergleich:

„Menschen ohne AUDHS brauchen vielleicht einen Löffel für den Morgen. Uns kann das fünf Löffel kosten.“

Warum so viele?

Dopaminmangel: Aufstehen ohne Belohnungshormon kostet Willenskraft.

Entscheidungsparalyse: Was ziehe ich an? (1 Löffel weg).

Zeitblindheit: Stress durch Angst vor dem Zuspätkommen.

Suche: Wo ist der Schlüssel? (Arbeitsgedächtnis).

Sensorik: Der Pulli kratzt.

Wer diesen „Wechselkurs“ ignoriert, versteht die Erschöpfung nicht.

6. Der größte Energieräuber: Masking

Masking bedeutet: so tun, als wäre man neurotypisch.

Das kostet am meisten Kraft:

Blickkontakt erzwingen.

Still sitzen (Stimming unterdrücken).

Soziale Skripte abspielen („Small Talk simulieren“).

Wer 8 Stunden maskiert, hat am Abend seine begrenzte Menge Löffel verbraucht. Der Zusammenbruch zu Hause ist kein Drama, sondern mathematisch unvermeidbar.

7. Die Schuldenfalle: Löffel borgen

Achtung: Sie können weitermachen, wenn die Löffel alle sind. Aber Sie zahlen Zinsen.

Das Prinzip:

Sie haben weniger Aktivität geplant, und nun keine Löffel mehr, müssen aber auf eine Party.

Sie nehmen sich Löffel vom nächsten Tag.

Die Folge: Morgen starten Sie mit einem Löffel weniger.

Wer das ständig tut, landet in der Insolvenz = Burnout.

Um den Tag besser zu überstehen, müssen Sie heute „Nein“ sagen, um morgen handlungsfähig zu bleiben.

8. Chronische Krankheiten: Wenn mehreres zusammenkommt

Oft kommt ADHS nicht allein.

Fibromyalgie / Schmerzen: Schmerz zieht permanent Energie im Hintergrund.

Sklerose (MS): Fatigue ist hier ein Hauptsymptom.

Depression: Antriebslosigkeit kostet extra Löffel.

Für Menschen mit chronischen Krankheiten UND Neurodivergenz potenziert sich der Verbrauch. Ein schlechter Schmerztag kann das Budget von 12 auf 3 Löffel reduzieren.

9. Akku laden: Was gibt WIRKLICH Energie?

Neurotypische Entspannung (Buch lesen, Café) kann für Sie Anstrengung bedeuten. Sie müssen Ihren Akku aufladen, indem Sie Ihre eigenen Quellen finden.

Gute Löffel-Spender für AuDHS:

Spezialinteressen: Deep Dive in ein Hobby (Dopamin!).

Stimming: Wippen, Summen, Fidget Toys.

Sensorische Pause: Noise-Cancelling-Kopfhörer, dunkler Raum.

Finden Sie heraus, was Ihnen mehr Energie gibt, statt Energie zu ziehen.

10. Kommunikation: Das Modell nutzen

Nutzen Sie die Theorie als Werkzeug, nicht als Ausrede.

Sagen Sie:

„Ich habe heute nur noch drei Löffel. Wenn ich jetzt abwasche, kann ich nicht mehr mit dir reden.“

Das nimmt die Emotion raus.

Der Partner versteht: Es ist keine Unlust, es ist ein leeres Budget.

Eltern verstehen: Wenn das Kind Löffel bis auf einen bereits verbraucht hat, bringen Hausaufgaben nichts mehr.

Etablieren Sie den „Löffel-Status“ als festen Begriff in der Familie. Das erlaubt Ihnen, an guten Tagen auch mal mehr einen Löffel zu nutzen, ohne sich an schlechten Tagen rechtfertigen zu müssen.

Zusammenfassung

🥄 Ursprung: 2003 von Christine Miserandino für Lupus entwickelt.

🔋 Realität: Gesunde Menschen haben unendlich Energie, wir haben ein festes Limit.

📉 Kosten: Exekutive Funktionen und Sensorik lassen uns Dinge teurer bezahlen.

⚠️ Gefahr: Wer ständig Löffel borgt, riskiert den Burnout.

❤️ Self-Care: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern Ressourcenmanagement.

F&A – Was sonst noch oft gefragt wird

Bei AuDHS stehen sich regelmäßig widerstreitende Bedürfnisse gegenüber: Das ADHS sucht Neues und Stimulation, der Autismus sucht Struktur und Genauigkeit. Antworten müssen diesen inneren Konflikt berücksichtigen.

1. Löffel-Theorie & AuDHS-Management

Lässt sich die Löffel-Theorie auf AuDHS anwenden? Ja, sogar noch dringender als bei reinem ADHS.

Der Konflikt: Das ADHS gibt impulsiv Löffel aus (z.B. für ein neues Hobby), die dem Autismus dann für die Routine fehlen (z.B. Duschen).

Das Ergebnis: Oft ist der Akku schneller leer, weil die interne „Verhandlung“ zwischen den beiden Polen bereits Energie kostet.

Was ist die 2-Minuten-Regel bei AuDHS?

Klassisch: „Was weniger als 2 Minuten dauert, sofort erledigen.“

Bei AuDHS: Vorsicht! Für Autisten sind Unterbrechungen (Task Switching) teuer. Wenn Sie gerade im Hyperfokus sind, kann eine „schnelle“ 2-Minuten-Aufgabe den ganzen Workflow zerstören.

Besser: Sammeln Sie die Kleinigkeiten für ein festes Zeitfenster („Admin-Stunde“).

Was ist die 20-Minuten-Regel? Eine Methode gegen die ADHS-Paralyse (Starre): „Ich mache es nur für 20 Minuten.“

Das senkt die Hemmschwelle für den Start (exekutive Funktion).

Für AuDHS wichtig: Stellen Sie einen Timer, damit Sie nicht in den Hyperfokus rutschen und das Essen oder Schlafen vergessen (autistische Körperwahrnehmung).

Warum mögen neurodivergente Menschen (kleine) Löffel? Dies ist ein beliebtes Phänomen in der Community.

Sensorik: Viele AuDHSler bevorzugen kleine Teelöffel oder Kuchengabeln, weil große Löffel sensorisch überwältigend sein können (zu viel Metall im Mund, zu viel Essen auf einmal).

Es gibt ein Gefühl von Kontrolle über die Nahrungsaufnahme.

2. Symptome & Besonderheiten

Was ist „Looping“ bei AuDHS? Das Festhängen in einer Schleife.

Gedanklich: Das ADHS-Gehirn rast („Racing Thoughts“), während der Autismus an einem Thema kleben bleibt (Perseveration). Man kaut stundenlang auf derselben Sorge oder Idee herum.

Akustisch: Ein Lied oder ein Satz wiederholt sich endlos im Kopf (Ohrwurm/Echolalie).

Habe ich AuDHS oder nur ADHS? Die Unterscheidung ist schwer, da sich Symptome überlappen.

ADHS: Vergisst Termine, ist chaotisch, sucht ständig neue Reize, ist sozial oft extrovertiert, aber ungeschickt.

AuDHS: Plant gerne (Autismus), kann den Plan aber nicht umsetzen (ADHS). Sucht soziale Nähe (ADHS), ist aber schnell sensorisch überfordert (Autismus). Liebt Ordnung (Autismus), erzeugt aber Chaos (ADHS).

Was sind „ADHS-Augen“ (ADHD Eyes)? Ein umgangssprachlicher Begriff für zwei Zustände:

Der „Weitwinkel-Blick“: Die Augen wirken groß und scannen alles gleichzeitig (Reizoffenheit).

Der „glasige Blick“: ein Zeichen für Dissoziation oder Shutdown. Die Person schaut durch einen hindurch, weil das Gehirn gerade offline geht, um Energie zu sparen.

Was sind die seltensten Symptome? Bei AuDHS oft die Hypo-Sensitivität (Unterempfindlichkeit). Manche spüren Kälte, Hunger oder Schmerz kaum. Sie brauchen extrem starken Druck (z.B. Gewichtsdecken) oder sehr scharfes Essen, um überhaupt etwas zu fühlen.

3. Beruhigung & Krisen

Was löst „ADHS-Wut“ (ADHD Rage) aus? Oft ist es keine echte Wut, sondern ein sensorischer Meltdown oder Frustration über blockierte Pläne.

Der Auslöser: Das ADHS hat impulsiv „Ja“ gesagt, der Autismus merkt jetzt „Es ist zu laut/zu viel“.

Die Reaktion: explosives Verhalten, weil die Selbstregulation (exekutive Funktion) zusammenbricht.

Wie sieht ein Burnout bei AuDHS aus? Er unterscheidet sich von normalem Burnout.

Verlust von Fähigkeiten: Dinge, die man früher konnte (Sprechen, Kochen, Telefonieren), gehen plötzlich nicht mehr.

Sensorische Zuspitzung: Licht tut weh, Geräusche sind unerträglich.

Rückzug: Totale Isolation, oft über Monate.

Was beruhigt ein AuDHS-Gehirn? Standardtipps wie „Meditation“ scheitern oft am ADHS-Bewegungsdrang. Besser:

Aktives Stimming: Wippen, Kneten, Schaukeln (beruhigt den Autismus, beschäftigt das ADHS).

Deep Pressure Therapy: Gewichtsdecken.

Parallel Play (auch Body-Doubling): Mit jemandem im selben Raum sein, aber jeder macht seins (befriedigt das soziale Bedürfnis ohne den Druck der Interaktion).

Was sind die 4 F’s bei AuDHS? Die Stressreaktionen:

Fight: Wutausbruch / Meltdown.

Flight: Flucht aus dem Raum (Weglauftendenz).

Freeze: Shutdown / Dissoziation (nicht mehr sprechen können).

Fawn (besonders häufig bei AuDHS): „People-Pleasing“. Man passt sich extrem an und unterwirft sich, um soziale Fehler zu vermeiden (extremes Masking).

4. Gewohnheiten & Strategien

Funktioniert „Habit Stacking“ bei AuDHS? (Neue Gewohnheit an eine alte koppeln, z. B. „Zähne putzen + Kniebeugen“).

Ja, aber: Es muss dopamingesteuert sein.

Statt langweiliger Routinen lieber: „Podcast hören (Dopamin) + Spülmaschine ausräumen“.

Für den autistischen Teil ist die Beständigkeit wichtig: Immer die gleiche Reihenfolge hilft, Energie zu sparen.

Was brauchen Menschen mit AuDHS am meisten?

Akzeptanz der Widersprüche: An einem Tag können sie die Welt retten (Hyperfokus), am nächsten nicht sprechen (Shutdown). Beides ist „normal“.

Body-Doubling: Jemand sitzt einfach dabei, während man arbeitet. Das hilft dem ADHS-Antrieb enorm.

Sensorische Sicherheit: Ein Zuhause, in dem man nicht „maskieren“ muss.

Wann ist das Gehirn „voll entwickelt“? Bei neurodivergenten Menschen reift der Frontallappen (zuständig für Planung/Impulskontrolle) oft verzögert , teilweise bis in die Mitte/Ende der 20er. Das bedeutet: Emotionale Reife und Intelligenz sind da, aber die organisatorische Reife hinkt oft hinterher. Das ist kein Charakterfehler, sondern Biologie.


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TL;DR (Das Wichtigste in Kürze):

Das Problem: Menschen mit AuDHS haben oft weniger Energie zur Verfügung als neurotypische Menschen.

Die Ursache: Reizfilterung, exekutive Funktionen und „Masking“ verbrauchen Energie im Hintergrund.

Die Lösung: Die Löffel-Theorie hilft, Energie als begrenzte Währung zu verstehen und besser einzuteilen.

AuDHS, wenn sich Autismus und ADHS begegnen: Ein Wegweiser für Diagnostik und Alltag

Willkommen in unserem spezialisierten Themenbereich für AuDHS. Immer mehr Menschen erkennen sich in dem Gefühl wieder, Autismus und ADHS gleichzeitig in sich zu tragen – ein innerer Spagat, der oft erst spät erkannt wird.

Hier finden Sie Informationen zur Neurodivergenz, Orientierungshilfen für die ADHS-Diagnostik für Erwachsene und Antworten auf die Frage, warum Sie oft zwischen innerer Unruhe und dem Bedürfnis nach Struktur schwanken. Wir beleuchten das Paradoxon aus Reizüberflutung und Langeweile und erklären die Hintergründe der Autismus-Spektrum-Störung Komorbidität ADHS.

🧠 Ein Hinweis zu unserem Design (neuroinklusives Lesen)

Wir wissen, dass lange Texte für neurodivergente Gehirne oft anstrengend sind. Deshalb ist dieser Blog „AUDHS-freundlich“ gestaltet:

·         TL;DR (Too Long; Didn’t Read): Sie finden am Anfang jedes Artikels eine kurze Zusammenfassung.

·         Scannbarkeit: Wir nutzen Fettdruck für Kernbegriffe und viele Bullet Points, damit Sie die wichtigsten Infos auf einen Blick erfassen.

·         Klarheit: Wir vermeiden Textwüsten und setzen auf kurze, verdauliche Absätze.

1. Woher kommt die Löffel-Theorie?

Die Löffel-Theorie stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003 und wurde von der US-amerikanischen Bloggerin Christine Miserandino entwickelt.

Die Story dahinter:

Sie saß mit einer Freundin in einem Café. Sie wollte erklären, wie es sich anfühlt, mit Lupus (einer chronischen Erkrankung) zu leben. Worte reichten nicht aus.

Also griff sie zu einer radikalen Methode:

Sie sammelte Löffel von den Tischen ein.

Sie drückte sie der Freundin in die Hand.

Sie sagte: „Das ist alles, was du heute hast.“

Jede Tätigkeit , Aufstehen, Duschen, Essen , kostete einen Löffel. Als die Löffel weg waren, war der Tag vorbei.

Dieses Bild ging als Löffel-Theorie um die Welt. Soweit die Löffel-Theorie im Jahr 2003. Sie stammt also ursprünglich aus der chronischen Schmerzsituation bei einer Autoimmunerkrankung. Dabei ist sie heute ein wichtiges Erklärungsmodell für das Energielevel bei Neurodiversität.

2. Eine Anzahl an Löffeln: Ihr Energie-Startguthaben

Stellen Sie sich vor, Energie ist eine Währung.

Der neurotypische Mensch:

Er hat eine „Energie-Flatrate“. Er wacht auf und hat unendlich viele Löffel. Duschen oder Bahnfahren kosten ihn fast nichts. Er muss nicht rechnen.

Der Mensch mit AuDHS / Chronisch Kranke:

Hat am Morgen nur eine begrenzte Anzahl Löffel zur Verfügung. Vielleicht sind es zwölf Löffel. An schlechten Tagen nur sechs.

Die harte Regel:

Sie haben eine bestimmte Anzahl an Löffeln pro Tag zur Verfügung. Wenn Sie einen Löffel verbrauchen, ist er weg. Er kommt nach 5 Minuten Pause nicht zurück.

Das zwingt Sie zu ständigem Abwägen: „Kann ich mir Duschen UND Kochen leisten?“

3. Das Erklärungsmodell: Warum passt das perfekt zu Autismus mit ADHS? 🥄

Auf den ersten Blick wirkt Leben mit ADHS oft wie ein dauerhafter Energie-Überschuss. Doch der Schein trügt: Es ist ein „Tired but Wired“-Zustand (müde, aber unter Strom). Abends sind alle Löffel aufgebraucht, sodass Sie Ihren Akku aufladen müssen.

Und wieso kämpfen AuDHSler besonders mit ihrer Belastbarkeit?

Die neurologischen Gründe:

Defekter Spam-Filter: Das Gehirn unterscheidet nicht automatisch zwischen „wichtig“ (Gespräch) und „unwichtig“ (Kühlschrankbrummen).

Manuelle Verarbeitung: Jeder Lichtstrahl, jeder Geruch und jede Emotion müssen aktiv sortiert werden. Das verbraucht Rechenleistung.

Hoher Grundumsatz: ADHS bedeutet nicht weniger Kapazität, sondern einen enorm hohen „Stromverbrauch“ im Stand-by-Modus.

Der Akku-Vergleich: Ihr Gehirn ist wie ein Handy, bei dem im Hintergrund 50 Apps gleichzeitig offen sind (GPS, WLAN, Spiele, Updates). Selbst wenn das Handy nur unbenutzt auf dem Tisch liegt, leert sich der Akku rasend schnell. Genau das ist Neurodiversität: ein Hochleistungs-Betriebssystem, das extrem viel Energie zieht, nur um „an“ zu bleiben.

4. Überanstrengung: Warum alles so teuer ist

Für Menschen mit AUDHS herrscht eine „Löffel-Inflation“. Alltägliche Dinge sind in einer neurotypischen Welt so anstrengend, dass sie Betroffene unverhältnismäßig viele Löffel kosten.

Beispiel: Wäsche waschen

Neurotypisch: 1 Schritt („Ich wasche Wäsche“). Kosten: ½ Löffel.

Neurodivers: 20 Schritte (loslegen, Wäsche sortieren, Waschmittel suchen, Maschine bedienen, warten …). Kosten: 2 Löffel.

Dazu kommen sensorische Reize bei Autismus, die weitere Löffel kosten … Ein Supermarkt ist laut, hell, eng und riecht.

Das Ergebnis: Oft sind schon mittags 8 von 12 Löffeln verbraucht , nur um „normal“ zu funktionieren.

5. Das Energie-Defizit: Der Wechselkurs 1:5

Um es Angehörigen zu erklären, nutzen Sie diesen Vergleich:

„Menschen ohne AUDHS brauchen vielleicht einen Löffel für den Morgen. Uns kann das fünf Löffel kosten.“

Warum so viele?

Dopaminmangel: Aufstehen ohne Belohnungshormon kostet Willenskraft.

Entscheidungsparalyse: Was ziehe ich an? (1 Löffel weg).

Zeitblindheit: Stress durch Angst vor dem Zuspätkommen.

Suche: Wo ist der Schlüssel? (Arbeitsgedächtnis).

Sensorik: Der Pulli kratzt.

Wer diesen „Wechselkurs“ ignoriert, versteht die Erschöpfung nicht.

6. Der größte Energieräuber: Masking

Masking bedeutet: so tun, als wäre man neurotypisch.

Das kostet am meisten Kraft:

Blickkontakt erzwingen.

Still sitzen (Stimming unterdrücken).

Soziale Skripte abspielen („Small Talk simulieren“).

Wer 8 Stunden maskiert, hat am Abend seine begrenzte Menge Löffel verbraucht. Der Zusammenbruch zu Hause ist kein Drama, sondern mathematisch unvermeidbar.

7. Die Schuldenfalle: Löffel borgen

Achtung: Sie können weitermachen, wenn die Löffel alle sind. Aber Sie zahlen Zinsen.

Das Prinzip:

Sie haben weniger Aktivität geplant, und nun keine Löffel mehr, müssen aber auf eine Party.

Sie nehmen sich Löffel vom nächsten Tag.

Die Folge: Morgen starten Sie mit einem Löffel weniger.

Wer das ständig tut, landet in der Insolvenz = Burnout.

Um den Tag besser zu überstehen, müssen Sie heute „Nein“ sagen, um morgen handlungsfähig zu bleiben.

8. Chronische Krankheiten: Wenn mehreres zusammenkommt

Oft kommt ADHS nicht allein.

Fibromyalgie / Schmerzen: Schmerz zieht permanent Energie im Hintergrund.

Sklerose (MS): Fatigue ist hier ein Hauptsymptom.

Depression: Antriebslosigkeit kostet extra Löffel.

Für Menschen mit chronischen Krankheiten UND Neurodivergenz potenziert sich der Verbrauch. Ein schlechter Schmerztag kann das Budget von 12 auf 3 Löffel reduzieren.

9. Akku laden: Was gibt WIRKLICH Energie?

Neurotypische Entspannung (Buch lesen, Café) kann für Sie Anstrengung bedeuten. Sie müssen Ihren Akku aufladen, indem Sie Ihre eigenen Quellen finden.

Gute Löffel-Spender für AuDHS:

Spezialinteressen: Deep Dive in ein Hobby (Dopamin!).

Stimming: Wippen, Summen, Fidget Toys.

Sensorische Pause: Noise-Cancelling-Kopfhörer, dunkler Raum.

Finden Sie heraus, was Ihnen mehr Energie gibt, statt Energie zu ziehen.

10. Kommunikation: Das Modell nutzen

Nutzen Sie die Theorie als Werkzeug, nicht als Ausrede.

Sagen Sie:

„Ich habe heute nur noch drei Löffel. Wenn ich jetzt abwasche, kann ich nicht mehr mit dir reden.“

Das nimmt die Emotion raus.

Der Partner versteht: Es ist keine Unlust, es ist ein leeres Budget.

Eltern verstehen: Wenn das Kind Löffel bis auf einen bereits verbraucht hat, bringen Hausaufgaben nichts mehr.

Etablieren Sie den „Löffel-Status“ als festen Begriff in der Familie. Das erlaubt Ihnen, an guten Tagen auch mal mehr einen Löffel zu nutzen, ohne sich an schlechten Tagen rechtfertigen zu müssen.

Zusammenfassung

🥄 Ursprung: 2003 von Christine Miserandino für Lupus entwickelt.

🔋 Realität: Gesunde Menschen haben unendlich Energie, wir haben ein festes Limit.

📉 Kosten: Exekutive Funktionen und Sensorik lassen uns Dinge teurer bezahlen.

⚠️ Gefahr: Wer ständig Löffel borgt, riskiert den Burnout.

❤️ Self-Care: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern Ressourcenmanagement.

F&A – Was sonst noch oft gefragt wird

Bei AuDHS stehen sich regelmäßig widerstreitende Bedürfnisse gegenüber: Das ADHS sucht Neues und Stimulation, der Autismus sucht Struktur und Genauigkeit. Antworten müssen diesen inneren Konflikt berücksichtigen.

1. Löffel-Theorie & AuDHS-Management

Lässt sich die Löffel-Theorie auf AuDHS anwenden? Ja, sogar noch dringender als bei reinem ADHS.

Der Konflikt: Das ADHS gibt impulsiv Löffel aus (z.B. für ein neues Hobby), die dem Autismus dann für die Routine fehlen (z.B. Duschen).

Das Ergebnis: Oft ist der Akku schneller leer, weil die interne „Verhandlung“ zwischen den beiden Polen bereits Energie kostet.

Was ist die 2-Minuten-Regel bei AuDHS?

Klassisch: „Was weniger als 2 Minuten dauert, sofort erledigen.“

Bei AuDHS: Vorsicht! Für Autisten sind Unterbrechungen (Task Switching) teuer. Wenn Sie gerade im Hyperfokus sind, kann eine „schnelle“ 2-Minuten-Aufgabe den ganzen Workflow zerstören.

Besser: Sammeln Sie die Kleinigkeiten für ein festes Zeitfenster („Admin-Stunde“).

Was ist die 20-Minuten-Regel? Eine Methode gegen die ADHS-Paralyse (Starre): „Ich mache es nur für 20 Minuten.“

Das senkt die Hemmschwelle für den Start (exekutive Funktion).

Für AuDHS wichtig: Stellen Sie einen Timer, damit Sie nicht in den Hyperfokus rutschen und das Essen oder Schlafen vergessen (autistische Körperwahrnehmung).

Warum mögen neurodivergente Menschen (kleine) Löffel? Dies ist ein beliebtes Phänomen in der Community.

Sensorik: Viele AuDHSler bevorzugen kleine Teelöffel oder Kuchengabeln, weil große Löffel sensorisch überwältigend sein können (zu viel Metall im Mund, zu viel Essen auf einmal).

Es gibt ein Gefühl von Kontrolle über die Nahrungsaufnahme.

2. Symptome & Besonderheiten

Was ist „Looping“ bei AuDHS? Das Festhängen in einer Schleife.

Gedanklich: Das ADHS-Gehirn rast („Racing Thoughts“), während der Autismus an einem Thema kleben bleibt (Perseveration). Man kaut stundenlang auf derselben Sorge oder Idee herum.

Akustisch: Ein Lied oder ein Satz wiederholt sich endlos im Kopf (Ohrwurm/Echolalie).

Habe ich AuDHS oder nur ADHS? Die Unterscheidung ist schwer, da sich Symptome überlappen.

ADHS: Vergisst Termine, ist chaotisch, sucht ständig neue Reize, ist sozial oft extrovertiert, aber ungeschickt.

AuDHS: Plant gerne (Autismus), kann den Plan aber nicht umsetzen (ADHS). Sucht soziale Nähe (ADHS), ist aber schnell sensorisch überfordert (Autismus). Liebt Ordnung (Autismus), erzeugt aber Chaos (ADHS).

Was sind „ADHS-Augen“ (ADHD Eyes)? Ein umgangssprachlicher Begriff für zwei Zustände:

Der „Weitwinkel-Blick“: Die Augen wirken groß und scannen alles gleichzeitig (Reizoffenheit).

Der „glasige Blick“: ein Zeichen für Dissoziation oder Shutdown. Die Person schaut durch einen hindurch, weil das Gehirn gerade offline geht, um Energie zu sparen.

Was sind die seltensten Symptome? Bei AuDHS oft die Hypo-Sensitivität (Unterempfindlichkeit). Manche spüren Kälte, Hunger oder Schmerz kaum. Sie brauchen extrem starken Druck (z.B. Gewichtsdecken) oder sehr scharfes Essen, um überhaupt etwas zu fühlen.

3. Beruhigung & Krisen

Was löst „ADHS-Wut“ (ADHD Rage) aus? Oft ist es keine echte Wut, sondern ein sensorischer Meltdown oder Frustration über blockierte Pläne.

Der Auslöser: Das ADHS hat impulsiv „Ja“ gesagt, der Autismus merkt jetzt „Es ist zu laut/zu viel“.

Die Reaktion: explosives Verhalten, weil die Selbstregulation (exekutive Funktion) zusammenbricht.

Wie sieht ein Burnout bei AuDHS aus? Er unterscheidet sich von normalem Burnout.

Verlust von Fähigkeiten: Dinge, die man früher konnte (Sprechen, Kochen, Telefonieren), gehen plötzlich nicht mehr.

Sensorische Zuspitzung: Licht tut weh, Geräusche sind unerträglich.

Rückzug: Totale Isolation, oft über Monate.

Was beruhigt ein AuDHS-Gehirn? Standardtipps wie „Meditation“ scheitern oft am ADHS-Bewegungsdrang. Besser:

Aktives Stimming: Wippen, Kneten, Schaukeln (beruhigt den Autismus, beschäftigt das ADHS).

Deep Pressure Therapy: Gewichtsdecken.

Parallel Play (auch Body-Doubling): Mit jemandem im selben Raum sein, aber jeder macht seins (befriedigt das soziale Bedürfnis ohne den Druck der Interaktion).

Was sind die 4 F’s bei AuDHS? Die Stressreaktionen:

Fight: Wutausbruch / Meltdown.

Flight: Flucht aus dem Raum (Weglauftendenz).

Freeze: Shutdown / Dissoziation (nicht mehr sprechen können).

Fawn (besonders häufig bei AuDHS): „People-Pleasing“. Man passt sich extrem an und unterwirft sich, um soziale Fehler zu vermeiden (extremes Masking).

4. Gewohnheiten & Strategien

Funktioniert „Habit Stacking“ bei AuDHS? (Neue Gewohnheit an eine alte koppeln, z. B. „Zähne putzen + Kniebeugen“).

Ja, aber: Es muss dopamingesteuert sein.

Statt langweiliger Routinen lieber: „Podcast hören (Dopamin) + Spülmaschine ausräumen“.

Für den autistischen Teil ist die Beständigkeit wichtig: Immer die gleiche Reihenfolge hilft, Energie zu sparen.

Was brauchen Menschen mit AuDHS am meisten?

Akzeptanz der Widersprüche: An einem Tag können sie die Welt retten (Hyperfokus), am nächsten nicht sprechen (Shutdown). Beides ist „normal“.

Body-Doubling: Jemand sitzt einfach dabei, während man arbeitet. Das hilft dem ADHS-Antrieb enorm.

Sensorische Sicherheit: Ein Zuhause, in dem man nicht „maskieren“ muss.

Wann ist das Gehirn „voll entwickelt“? Bei neurodivergenten Menschen reift der Frontallappen (zuständig für Planung/Impulskontrolle) oft verzögert , teilweise bis in die Mitte/Ende der 20er. Das bedeutet: Emotionale Reife und Intelligenz sind da, aber die organisatorische Reife hinkt oft hinterher. Das ist kein Charakterfehler, sondern Biologie.


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